TSV 1860 verliert beim KSC Daniel Bierofka spricht Löwen Charakter ab: "Es gibt Feuer"

, aktualisiert am 25.11.2018 - 19:57 Uhr
Niedergeschlagene Löwen nach der Pleite gegen den KSC. Foto: sampics/Augenklick/imago Jan Huebner/AZ

Der TSV 1860 verliert mit 2:3 beim KSC – alle drei Gegentore fielen nach Standardsituationen. Nach der Partie findet Trainer Daniel Bierofka deutliche Worte und kritisiert seine Spieler.

 

Karlsruhe/München - Klartext von Daniel Bierofka: Nach der 2:3-Niederlage beim Karlsruher SC wütet der Löwen-Coach – Ziel seiner Verbal-Attacke ist die eigene Mannschaft. Der 39-Jährige spricht seinen Spielern Charakter ab, "so kann man nicht Fußball spielen in der Dritten Liga."

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Daniel Bierofka: "Wenn man sich die Tore in der ersten Halbzeit anschaut, hätten wir gar nicht erst herfahren müssen. Wir wussten, wie stark der KSC bei Standards ist. Da müssen wir uns wesentlich cleverer verhalten. Es ist bezeichnend: Wir waren im gegnerischen Strafraum genauso inkonsequent wie beim Verteidigen der Standards. In der zweiten Halbzeit haben wir alles nach vorne geschmissen und wollten mit zwei Stürmern Druck entfachen. Das ist ganz gut gelungen, aber wir hätten das zweite Tor früher gebraucht. Der KSC hätte auch das Tor zum 4:1 machen können.

Bierofka über die Einstellung: "Wir müssen uns ankreiden lassen, dass wir naiv verteidigt haben. Wir waren einfach nicht auf dem Platz. Wir waren viel zu nachlässig. Die letzte Konsequenz hat gefehlt. In der zweiten Halbzeit haben wir die Mentalität gezeigt, die wir hätten zeigen müssen. Jetzt muss sich jeder hinterfragen. Ich muss mich hinterfragen, ob ich die richtigen Spieler aufgestellt habe. Die Spieler müssen sich hinterfragen, warum sie nicht die Leistung gebracht haben in der ersten Halbzeit. Jetzt gibt es keine Aufbauarbeit – im Gegenteil: Es gibt Feuer. Es hat schon in der Kabine richtig Feuer gegeben, nächste Woche wird es das auch. Man kann verlieren, das ist in Ordnung. Man kann Fehler machen, aber es müssen schon Persönlichkeit und Charakter auf dem Platz sein und die habe ich in der ersten Halbzeit nicht gesehen. So kann man nicht Fußball spielen in der Dritten Liga."

Marco Hiller über Gegentore: "Scheiße gelaufen"

Marco Hiller: "Es ist für uns ungewöhnlich. Wir haben bisher kaum ein Tor bekommen nach Standards, heute gleich drei. Da hat die Zuordnung nicht gestimmt. Das darf nicht passieren. Beim Torwart sagt man immer: Wenn er rauskommt, muss er ihn haben. So ist es. Umso bitterer, dass er den Nachschuss auch noch macht. Scheiße gelaufen. Das passt ins Bild der ersten Halbzeit. Nach der Pause haben wir ein ganz anderes Gesicht gezeigt. Wir hatten Chancen und haben den Anschlusstreffer gemacht, aber leider zu spät. Die Tore vom KSC waren Geschenke von uns. Am Ende, wenn du zwei Tore hinten bist, ist es klar, dass du aufmachen musst."

Adriano Grimaldi: "Die Niederlage tut weh. Wir haben es nicht gut verteidigt, der KSC hat es gut gemacht und dann kommt sowas dabei raus. Fakt ist, dass wir drei Gegentore nach Standards kriegen. Zwei Mal Ecke, ein Mal Einwurf. Das darf nicht passieren. Ich bin selbstkritisch. Es ist nicht immer so, dass wir hinten die Spiele verlieren und vorne gewinnen. Wir gewinnen und verlieren als Team und müssen einfach sehen, dass wir eine Balance finden."

Aaron Berzel: "Wir haben drei Eier bekommen. Ein so frühes Gegentor ist ein Tiefschlag. Ich habe versucht, alles in die Waagschale zu werfen, aber es war zu wenig heute. Meine persönlichen Befindlichkeiten interessieren nicht. Mir wäre wichtiger gewesen, wir holen hier einen oder drei Punkte und ich sitze auf der Tribüne."

 

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