TSV 1860: Ticker-Nachlese vom Löwen-Gipfel Verhandlungen scheitern: "Ismaik hat sein Wort nicht gehalten"

Der traurige Abgang: Hasan Ismaik (l.) und Hamada Iraki verlassen die Löwen. Foto: Maximilian Wessing

Der Showdown beim TSV 1860 an der Grünwalder Straße verläuft aus Ismaiks Sicht alles andere als gewünscht! Lesen Sie hier, wie das Treffen mit Hasan Ismaik und der Tag an der Grünwalder Straße verlief. 

 

 

22:25 Uhr: Das war's von der Grünwalder Straße. Wir verabschieden uns und wünschen noch einen schönen Abend! Bis zum nächsten Mal!

22:09 Uhr: "Wir spielen nun alle Szenarien durch", erklärt Präsident Schneider. Langweilig wird es also auch in den kommenden Tagen nicht werden bei den Löwen.

22:01 Uhr: Dass die Verhandlungen scheiterten, liegt nach Ansicht der Löwen nicht an ihnen. "Es hatte nichts mit Rechtshaberei zu tun", sagte Schneider. Und Vize Franz Maget präzisierte: "Ismaik hat sein Wort nicht gehalten."

21:57 Uhr: Fest steht: Nun muss ein Plan B her. Nun soll durchgerechnet werden, wie es ohne die Zahlungen von Ismaik weitergehen kann und muss. Schneider sagt: "Wir fangen nicht bei Adam und Eva wieder an."

21:53 Uhr: War dies das Ende der Kooperation? "Das kann man so nicht sagen", meint Schneider. "Wir sind immer offen, wenn Ismaik in zwei, drei Tagen sagt: Ich hab's mir noch einmal durch den Kopf gehen lassen." Dass Ismaik von seinen Forderungen jedoch zurückweicht, scheint äußerst unwahrscheinlich.

21:50 Uhr: DFL, dieses Wort fiel nicht nur einmal in den Erklärungen der Löwen-Bosse. "Es würden Sanktionen bis hin zum Lizenzentzug drohen, wenn wir uns nicht an die Statuen halten", erklärte Vize Franz Maget. "Wir haben ihm nun empfohlen, selbst zur DFL zu gehen und sich dort über seine Rechte zu informieren." Dass Ismaik diesen Schritt gehen wird, kündigte er bereits an.

21:47 Uhr: Auch forderte Ismaik die Entlassung einiger Verantwortlichen beim TSV. "Dabei ging es nicht nur um die Emfpangsdame", erklärte Schneider, der wohl der erste Kandidat gewesen wäre, wenn Ismaik zu entscheiden hätte.

21:44 Uhr: Was Ismaik vorher schon ankündigte, wurde wahr: "Er hat persönliche Einflussnahme verlangt, die uns in erhebliche Probleme gebracht hätte wegen der DFL-Statuten", sagte Schneider.

21:43 Uhr: Nun sprechen die Löwen. Wichtigste Aussage: "Hasan Ismaik wird die Zahlungen, die für den Dreijahresplan vorgesehen waren, nicht leisten. Wir konnten keine Einigung erzielen", erklärte Präsident Dieter Schneider.

21:19 Uhr: Sehr gut möglich, dass dies Ismaiks letzter Besuch in München war. Wir warten nun auf die Löwen-Verantwortlichen.

21:17 Uhr: Fest steht nun allerdings: Präsident Dieter Schneider ist seinen Ansichten standhaft geblieben, hat sich von Ismaik nicht weichkochen lassen.

21:15 Uhr: Da lief schon das Treffen nicht rund, dann klappt nicht einmal der Abgang. Ismaik und Hamada Iraki wollen den Parkplatz verlassen, können dies jedoch nicht, da sich die Schranke nicht öffnet.

21:13 Uhr: "Ich kann mit diesen Leuten nicht zusammenarbeiten", erklärte Ismaik weiter, bevor er ins Auto stieg.

21:12 Uhr: Die Verantwortlichen des TSV sind noch nicht erschienen. Sicherlich müssen sie das Erlebte nun erst einmal verdauen. Fest steht: Dieses Treffen war ein weiterer Rückschritt in einer schwierigen Beziehung.

21:09 Uhr: Auch seine Berater wollten sich nicht äußern. Alle gingen schnellen Schrittes zum Auto. Auf dem Weg dahin bejahte Ismaik die Frage, ob sein Investment gescheitert sei. 

21:05 Uhr: Hasan Ismaik kommt aus der Geschäftsstelle - und ist sehr schlecht gelaunt. Wie es gelaufen sei? "Very bad", sehr schlecht, sagt er. "Ich werde nun zur DFL gehen", erklärt der Investor.

20:55 Uhr: Lustige Anekdote: Der eben erwähnte Reporter filmt sonst eigentlich keinen Sport, "nur Blut, Sperma, Mord und Totschlag", wie er erklärt.

20:51 Uhr: Die Journalisten versammeln sich derweil um den Kameramann von "Exekutive TV", der die Verhandlungspause aufgezeichnet hat. Die Bilder zeigen einen unruhigen und um sich rundernden Wolfgang Hauner, der angeregt mit Dieter Schneider diskutiert, vorsichtig ausgedrückt. Als Geschäftsführer Robert Schäfer den Raum betritt, macht Dieter Schneider eine wegwerfende Geste und verschwindet unverzüglich aus dem Raum. Harmonie sieht wahrlich anders aus.  

20:37 Uhr: Einen Stürmer, der wohl auch auf der Liste des TSV stand, können die Löwen abhaken. Stefan Maierhofer wechselt zum 1. FC Köln.

20:32 Uhr: Die Verhandlungen laufen wieder. Wirklich optimistisch sah Dieter Schneider während der Pause nicht aus.

20:21 Uhr: Die Fanclubdachvereinigung ARGE hat bereits zum Thema Stellung bezogen - pro Schneider. "Es kann nicht sein, dass unser Präsident auf diese Art und Weise öffentlich angegriffen und beleidigt wird", schrieben sie und reagierten damit auf die heftigen Anschuldigungen von Hasan Ismaik.  

20:15 Uhr: Auch die Dolmetscherin braucht eine Raucher-Pause. Zusammen mit Abdel Rahman, Ismaiks Bruder, steht sie im Treppenhaus der Geschäfsstelle. Hasan Ismaik ist indes nicht zu sehen.

20:10 Uhr: Verhandlungspause! Die Herren in Diensten vom TSV 1860 haben sich im Verhandlungsraum versammelt. Dieter Schneider steht am Fenster und raucht eine Zigarette. Vize Franz Maget steht neben ihm.

19:55 Uhr: Weiter warten. Noch tut sich nichts außerhalb der Geschäftsstelle. Selbst die Nachwuchsmannschaften haben ihr Training nun beendet. Es wird ein wenig trostlos.

19:24 Uhr: Das Thermometer vor dem Stüberl zeigt nur noch knapp drei Grad an. Eisige Zeiten bei den Löwen.

19:19 Uhr: Sportlich geht's übrigens morgen früh um 10 Uhr weiter, wenn die Löwen wieder trainieren werden. Am Nachmittag folgt dann eine zwei Einheit, ehe am Mittwoch der Laktattest ansteht.

19:07 Uhr: Ungewöhnlich, dass bei den Löwen gleich drei Fernsehteams vor Ort sind. Neben Sky berichten auch der BR und münchen.tv.

18:45 Uhr: Langsam wird es ruhiger am Trainingsgelände. Einige Fans machen sich auf dem Weg nach Hause. Die vielen Reporter, darunter auch Torben Hoffmann von Sky, bleiben freilich hier.  

18:35 Uhr: Von der Gesprächsrunde ist nichts zu sehen. Ismaik und Co. haben sich in einen Raum zurückgezogen, der von außen nicht einsehbar ist.

18:18 Uhr: Das Flutlicht leuchtet mittlerweile an der Grünwalder Straße. Die U17 und die U15 trainieren auf dem Kunstrasenplatz.

17:59 Uhr: Wir haben eine Bilderstrecke von Ismaiks Ankunft an der Grünwalder angelegt. Hier gibt's die Fotos vom Showdown bei den Löwen

17.32 Uhr: Die U 17 beginnt derweil mit dem Training. Muss ja weiter gehen. Trotz Elefantenrunde. Im Sitzungssaal sind die Herren übrigens nicht - dort haben sie nur ihre Jacken und Mäntel abgelegt und sich dann irgendwohin anders ins Geschäftsgebäude zurückgezogen. Den Sitzungssaal kann man von außen nämlich einsehen. Von der Küche des 1860-Jugendhauses hätte man Top-Aussicht.

17.26 Uhr: Zur Ismaik-Delegation gehört heute neben Bruder Abdel Rahman und dessen Cousin Noor Basha überraschend auch Ex-1860-Aufsichtsrat Hamada Iraki. Iraki, mittlerweile nur noch Geschäftsführer von Ismaiks und Irakis Vermarktungsagentur "H.I. Squared". Iraki hat demnach keine offizielle Funktion mehr beim TSV 1860 und wollte eigentlich auch gar nicht an der Sitzung teilnehmen. Ismaik hat ihn nun aber doch mitgebracht. Irakis trockener Kommentar: "Das Leben ist kein Wunschkonzert."

17.22 Uhr: Die Reaktion von Ismaik auf die Beschimpfungen war übrigens ein verlegenes Lächeln. Hat der Jordanier wohl Gott sei Dank nicht verstanden, was ihm da entgegen gebrüllt wurde.

17.10 Uhr: Mittlerweile ist Ismaik drinnen. Vorher hat er aber noch drei Statements abgesetzt. Etwas redundand, aber gut. Nummer eins: "Ich sehe keine weitere Zusammenarbeit mit Schneider möglich." Nummer zwei: "Was ich den Medien die ganze Zeit sage, werde ich nicht aufhören zu sagen. Meinen Plan werde ich auch nach der heutigen Sitzung nicht ändern." Nummer drei: "Ich werde meinen Weg weiter gehen." Klingt jetzt nicht nach großer Dialogbereitschaft. Da will jemand was loswerden.

17.05 Uhr: Ismaik kommt auf die Wartenden vor der Geschäftsstelle zu. Festlich sieht er aus, der Investor, trägt einen Lodenmantel und Krawatte. Als er jedoch näher kommt, wird's ungemütlich. Eine Traube von zwölf, vielleicht 15 Löwen-Ultras begrüßt ihn mit "PFUIIIIIIII!"-Rufen, und: "Verpiss Dich, Du H...sohn!" Eieiei. Dabei hatte Ismaik doch heute Mittag noch der AZ gesagt: "Ich habe mitbekommen, dass auch sehr viele Löwen-Fans so denken wie ich und bin davon überzeugt, dass die Vereinsführung um Schneider es diesen tollen und leidenschaftlichen Fans schuldig ist, das Heft des Handelns anderen zu übergeben. Schneider hat keinen Rückhalt mehr bei den Fans. Die allermeisten Fans stehen hinter mir." Diese zwölf bis 15 jedenfalls nicht.

17.04 Uhr: Die Autos warten ewig vor der Schranke. Bis die sich öffnet, haben alle schon mal einen Blick reingeworfen.

17.03 Uhr: Da isser! Drei Autos rollen aufs Gelände, Ismaik ist angekommen. Leicht verspätet. Macht nix.

17.01 Uhr: Offiziell Start der Aufsichtsratssitzung. Allein: Ismaik ist noch nicht da. Trainer Alex Schmidt hat dafür Feierabend, fährt nach Hause.

16.53 Uhr: Die Löwen-Bosse haben sich alle schon in die Geschäftsstelle zurückgezogen. Draußen wartet das Volk auf die Ankunft des Investors samt Gefolge. Durch den Berufsverkehr vom Mandarin Oriental in der Innenstadt nach Giesing - kann dauern.

16.37 Uhr: Verständigungsprobleme wird es heute wohl nicht mehr geben. Zumindest ist soeben die Dolmetscherin eingetroffen.

16.35 Uhr: Das Trainingsgelände füllt sich immer mehr. Hasan Ismaik wird hier schon fast ein kleines Empfangskomitee genießen können.

16.28 Uhr: Sportchef Florian Hinterberger hat das Gelände verlassen. Möchte er auf ein Treffen mit Ismaik lieber verzichten?

16.20 Uhr: Alexander Schmidt lässt derzeit auf ganzem Feld Elf gegen Elf spielen. In der A-Mannschaft spielt unter anderem Daniel Halfar, der heute 25 Jahre alt geworden ist.  

16.15 Uhr: Christl Estermann, die Löwen-Wirtin, hofft auf ein versöhnliches Ende. "Hier muss endlich Ruhe einkehren", sagt sie und fordert: "Schneider ist mir immer ein bisschen zu ruhig. Er muss auf den Tisch hauen!"

16.09 Uhr: Das Löwen-Stüberl hat heute bis zum bitteren Ende geöffnet. Dort ist übrigens kein einziger Platz mehr zu haben. Das Interesse an den Löwen ist groß - der Anlass ist jedoch weniger schön. 

16.05 Uhr: Präsident Dieter Schneider ist nun in der Geschäfsstelle verschwunden, nachdem er sich im Stüberl noch einen Kaffee geholt hatte. "Einen Beruhigungskaffee", wie Schneider scherzhaft sagte. Derweil ist auch Vize-Präsident Franz Maget eingetroffen.

16.03 Uhr: Auf dem Hauptplatz trainiert derweil die Mannschaft unter Trainer Alexander Schmidt. Das Interesse liegt aber eher nebenan - auf dem Parkplatz. Dort wird gleich Investor Hasan Ismaik eintreffen.

15.45 Uhr: Dieter Schneider möchte sich zu den Vorwürfen vor der Sitzung nicht äußern. Bei seiner Ankunft an der Geschäftsstelle sagte er nur: "Das ist der ganz normale Wahnsinn." Und zum Vorwurf, er sei nicht ehrlich: "Ich habe ein komplett reines Gewissen und habe vergangene Nacht ruhig geschlafen."

15.40 Uhr: Heute Mittag haben wir Ismaik auf dem Handy erreicht. "Ich hoffe, Schneider tritt so schnell wie möglich zurück. 1860 braucht in seiner Führung neue Leute, die ehrlicher sind, zu ihren Worten stehen und umsetzen, was ausgemacht wurde", sagte Ismaik. Und weiter: "1860 braucht frisches Blut in seiner Führung."

15.35 Uhr: Den ersten Vorgeschmack gab's heute schon "high noon" am Münchner Flughafen. Dort sagte Ismaik nach seiner Ankunft in die Mikrofone eines TV-Teams: "Ich will nicht mehr mit Schneider zusammenarbeiten. Er ist nicht ehrlich." Gemeint war 1860-Präsident Dieter Schneider, mit dem Ismaik sich schon länger nicht grün ist.

15.30 Uhr: Herzlich Willkommen zum Live-Ticker rund ums Gipfeltreffen beim TSV 1860. Was passiert heute? Ab 17 Uhr tagt an der Geschäftsstelle der Aufsichtsrat - dazu kommt 1860-Investor Hasan Ismaik höchstpersönlich, der grundlegende Änderungen im Verein (und wohl auch den Kopf von Präsident Dieter Schneider) fordert. Von Vereinsseite werden Präsident Dieter Schneider, sein Vize Franz Maget und der frühere Staatskanzleileiter Siegfried Schneider teilnehmen. Außerdem nimmt Geschäftsführer Robert Schäfer teil. Ismaiks Familienangehörigen und Repräsentanten, Cousin Noor Basha und Bruder Abdel Rahman, dürfen als Gäste teilnehmen, haben aber kein Stimmrecht. Die frei gewordenen Aufsichtsratsposten werden beide nicht übernehmen.

 

78 Kommentare