TSV-1860-Stimmen Heimpleite gegen Freiburg: "Es fehlen noch Nuancen"

Biss auf die Zähne: Löwen-Mittelfeldspieler Daniel Adlung. Foto: dpa

Der TSV 1860 hat auch seine Heimpremiere gegen den SC Freiburg mit 0:1 verloren und den Saisonauftakt damit gründlich verpatzt. "Uns muss nicht Angst und Bange sein", sagt der Kapitän. Lesen Sie hier die Stimmen zum Spiel!

 

München - Nach dem verpatzten Zweitliga-Auftakt in Heidenheim unterliegen die Löwen auch bei ihrer Heimpremiere dem SC Freiburg mit 0:1. "Es ist zum Kotzen, zu sehen, wie die Freiburger vor ihrer Kurve feiern", sagt Löwen-Kapitän Christopher Schindler. Von den beiden Trainern ist einer mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden, der andere nicht. Sehen Sie hier alle Stimmen zum Spiel!

Kapitän Christopher Schinder: "Das ist richtig bitter. Es ist zum Kotzen, zu sehen, wie die Freiburger vor ihrer Kurve feiern. Wir betreiben die ganze Woche einen Riesen-Aufwand und schaffen es nicht, uns zu belohnen. Das ist es, was mir richtig leid tut. Auch wenn ich sehe, wie unsere Offensivreihe mit nach hinten gearbeitet hat – genauso muss es sein. Es war ein Schritt nach vorne, was das Defensiv-Verhalten und die Kompaktheit anbelangt. Jetzt müssen wir es schaffen, uns bessere Torchancen zu erarbeiten. Es war nicht so, dass wir sagen können, da waren tausendprozentige dabei. Aber wie gesagt: Es muss der Weg sein, erstmal die Null zu halten und in manchen Situationen ein bisschen abgeklärter zu sein. Jede Flanke, jeder Freistoß kann entscheidend sein. Die fahren jetzt mit drei Punkten nach Freiburg, die in meinen Augen nicht verdient sind."

Daniel Adlung: "Es war sehr intensiv. Wir haben es sehr gut gemacht, Freiburg hatte keine wirkliche Großchance. Umso bitterer, dass wir wieder mit 0:1 verlieren. Ich glaube, dass wir eine sehr gute Partie abgeliefert haben, auch in Heidenheim haben wir in der ersten Halbzeit über weite Strecken sehr ordentlich gespielt. Wir müssen jetzt einfach anfangen, uns dafür zu belohnen. Wir betreiben Riesen-Aufwand. Wir sind auf einem guten Weg, deswegen war das nicht vergleichbar mit der letzten Saison. Man braucht ein Erfolgserlebnis, um Selbstvertrauen zu kriegen. Dann kann das Ganze auch ins Rollen kommen. Es fehlen noch ein paar Nuancen."

Stephan Hain: "Es war ordentlich. Wir haben uns gut auf Freiburg eingestellt. Defensiv hat jeder mitgemacht. Es war gut zu spielen, man hat gemerkt, dass die Fans hinter uns stehen. Umso bitterer, dass es nicht zumindest mit einem Punktgewinn belohnt worden ist und wir wieder mit leeren Händen dastehen. Ich hoffe, dass wir uns beim nächsten Mal belohnen können."

Löwen-Trainer Torsten Fröhling: "Für diese Leistung können wir uns nichts kaufen. Ich war sehr zufrieden mit meiner Mannschaft. Letzte Woche haben wir nur eine Viertelstunde gut gespielt, diesmal haben wir gegen einen guten Gegner gut dagegen gehalten und mutig gespielt. Wenn wir uns hinten reingestellt hätten, wären wir wahrscheinlich abgeschossen worden. Klar ist der Elfmeter bitter, ich ärgere mich aber eher über den Freistoß, der zum Elfmeter geführt hat. Ich hoffe, dass bald mal wieder andere Zeiten kommen. Ich habe keine Befürchtungen. Wir haben noch 32 Spiele und müssen mal ein bisschen Ruhe bewahren."

Freiburg-Trainer Christian Streich:  Wir haben uns vorgenommen, dass wir ganz, ganz viel Arbeit verrichten. Ich habe die Sechziger letztes Jahr vor dem Pokalspiel studiert und jetzt auch – wer meint, dass diese Mannschaft fußballerisch keine guten Mittel hat, schaut nicht richtig hin. Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen, in der zweiten Halbzeit hat das leider eine Fortsetzung genommen. Man muss sagen: Es hat die glücklichere Mannschaft gewonnen. Wir hatten keine gute Ideen, kein gutes Passspiel, aber wir haben gekämpft. Normalerweise muss man besser spielen, um zu gewinnen."

 

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