TSV 1860 Stahl: "Eine Katastrophe"

 Foto: Sampics

Dominik Stahl war der tragische Held des TSV 1860 gegen den BVB. Er verschuldete einen Elfmeter und sah die Rote Karte. Jetzt erzählt Stahl, wie es ihm unmittelbar danach ergangen war.

 

München In der 103. Minute, kurz bevor Dominik Stahl mit einem Foul an Dortmunds Marco Reus die Partie zu Ungunsten der Löwen entscheiden sollte, griff sich der 25-Jährige ans Bein. "Ich habe mal nachgeschaut und gefühlt ob es noch geht. Aber da war elles gut. Ich wusste ja selbst nicht, wie ich die hohe Belastung wegstecke." Immerhin hatte Stahl zuvor wochenlang kaum gespielt, erst am Samstag ein 15-minütiges Comeback gegeben.

Gegen Dortmund klappte der erste richtige Härtetest dann erstaunlich gut, Stahl war bis zu seinem Foul im Strafraum an Marco Reus und der folgerichtigen Roten Karte bester Löwe. "Das war eine Katastrophe. Ich habe mir den Elfmeter noch angeschaut und bin dann in die Kabine. Alleine. Nur ein Ordner war dabei", sagte Stahl, der die Szene in der Nacht darauf immer wieder in seinem Kopf abspulte: "Dass ich bis ultimo wach gelegen bin, ist doch klar." Erst gegen halbvier sei er endlich eingeschlafen. "Das war unglaublich bitter. Aber ich hätte Reus niemals alleine aus dieser Entfernung auf Gabor zulaufen lassen können." 

Angeschaut hat er sich die Szene danach nicht mehr. Wollte er auch nicht. "Ich habe vieles richtig gemacht. Das versuche ich jetzt im Kopf abzuspielen."

 

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