TSV 1860 spielt unentschieden Löwen-Ärger nach Freistoß-Gegentor: "Das war kein Foul!"

Hatte seine Mühe: Herbert Paul (li.) gegen Sonnenhof Großaspach. Foto: imago/foto2press

Ein Freistoß-Gegentreffer kostet die Sechzger gegen Sonnenhof Großaspach die Führung. Dabei ist der Schiedsrichterpfiff umstritten. Der vermeintliche Foulspieler Herbert Paul hat eine deutliche Meinung zu der Entscheidung.

München - Herbert Paul hatte seine liebe Mühe mit Makana Nsimba Baku. Beim 2:2 des TSV 1860 gegen Sonnenhof Großaspach war Baku der Spieler der Schwaben, den die Löwen nie richtig in den Griff bekamen.

Folgenschwerer Standard für Sechzig

So auch in der Szene, die nach 25 Minuten zum Freistoß für die Aspacher führte. Paul und Baku gingen knapp 20 Meter vor dem Sechzig-Tor in den Zweikampf, der 20-jährige Angreifer kam zu Fall - und Referee Bastian Börner entschied auf Freistoß. Es sollte ein folgenschwerer Standard sein, Dominik Pelivan zwirbelte den Ball herrlich platziert ins linke Lattenkreuz. (Lesen Sie hier: Die Remis-Löwen in der Einzelkritik)

Doch, lag eine Fehlentscheidung vor? So sah es zumindest Löwe Paul, der darauf beharrte, gegen Baku kein Foul gespielt zu haben.

"Das war kein Foul. Meiner Meinung ist es kein Foul. Er stolpert über den Ball. Aber okay", sagte der Ingolstädter und haderte: "Zum zweiten Mal in dieser Saison bekommen wir solch ein Freistoßtor. Die nehmen sich alle vor, gegen uns Traumtore zu schießen." Schon beim 2:2 beim VfL Osnabrück hatte ein traumhaft platzierter Freistoß den Giesingern zwei Punkte gekostet.

Löwen-Fans fordern Elfmeter

Und noch eine Szene polarisierte, als die Löwen-Fans nach knapp einer halben Stunde Foulelfmeter forderten. Verteidiger Simon Lorenz war nach einer Ecke im Strafraum der Schwaben zu Fall gekommen - doch in dieser Szene pfiff Schiedsrichter Börner nicht.

"Ich habe mich nur umgedreht und gesehen, dass Simon zum Ball laufen will und zu Fall gebracht wird. Wenn es im Sechzehner ist und er zu Fall gebracht wird, ist es ein Elfmeter", meinte Paul zu der Szene: "Wenn es einer war, ist es ärgerlich, da brauchen wir jetzt aber nicht groß drüber zu diskutieren." Eine diplomatische Herangehensweise, nach einem allemal intensiven Spiel.

 

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