TSV 1860 siegt gegen Dynamo Dresden Bierofka: "Es gibt keinen Biero-Effekt" - die Stimmen zum Spiel

Daniel Bierofka: So bejubelt der neue Löwen-Trainer Heimsieg gegen Dresden. Foto: Rauchensteiner

Der TSV 1860 hat das Heimspiel gegen Dynamo Dresden am 15. Spieltag dank einer Einzelaktion von Levent Aycicek mit 1:0 gewonnen. "Der Sieg war überlebenswichtig", sagt Interimstrainer Daniel Bierofka, Dresdens Kutschke klagt: "Ich alleine hätte zwei oder drei Dinger machen müssen" - hier gibt's die Stimmen zum Spiel.

 

München - Daniel Bierofka hat wieder zugeschlagen. Im zweiten Spiel unter dem Interimstrainer des TSV 1860 haben die Löwen mit 1:0 gegen Dynamo Dresden gesiegt und einen wichtigen Befreiunggschlag aus dem Tabellenkeller gelandet. Dabei waren sich alle einig: Die Giesinger hatten Riesendusel, dass nicht die Sachsen als Sieger vom Platz gingen. Sehen Sie hier die Stimmen zum Spiel:

Daniel Bierofka (Interimstrainer TSV 1860): Ob es heute glücklich war oder nicht, ist nicht entscheidend. Der Sieg war überlebenswichtig. Es gibt keinen Biero-Effekt - das sind die Jungs, de auf dem Platz stehen. Wir haben sehr mutig gespielt, beide Mannschaft haben früh attackiert. In unserer Phase kann es vorkommen, dass das Selbstvertrauen fehlt und man Fehler macht. Aber was ich meiner Mannschaft zugute halten kann: WIr haben immer wieder dagegenhalten. Leider hat uns am Ende die Kraft gefehlt. Tego (Stefan Ortega, d. Red.) hat uns mit seinen Paraden super im Spiel gehalten. Dann schnappt sich Levent den Ball und hatte die Überzeugung, das Ding zu machen. Das Ding hätte auch in die andere Richtung gehen können. Ich habe jetzt wieder eine Trainingswoche Zeit, dann werden wir wieder eine Woche einen Schritt weiter sein."

Uwe Neuhaus (Trainer Dynamo Dresden): "Wir haben in der ersten Halbzeit ein richtig gutes Spiel gesehen, von beiden Mannschaften. Es war sehr diszipliniert und gab auf beiden Seiten ein paar Halbchancen. Das 0:0 war absolut in Ordnung. In der zweiten Halbzeit haben wir uns in einer Abtastphase ein Auszeit genommen, hatten viele Fehlpässe. Danach konnten wir uns nochmal straffen und haben einen Angriff nach dem anderen auf das Tor der Sechzger gefahren. Wir sind vier Mal alleine aufs Tor gelaufen.Hätten wir nur eine unserer Chancen genutzt, hätte es nur einen Sieger gegeben. Wir haben aber nicht die optimale Lösung gefunden. Das ist das Einzige, was ich der Mannschaft vorwerfen kann. Die individuelle Qualität ist bei 1860 absolut vorhanden, deswegen haben sie das Spiel gewonnen."

Niklas Kreuzer (Dynamo Dresden): "Ganz bittere Pille. Wir können es selbst noch nicht fassen. Wir sind schwer ins Spiel gekommen, weil Sechzig sehr gutes Pressing gespielt hat. Wie es so ist im Fußball: Wenn du so dominierst, so viele Hochkaräter hast, dann fängst du noch einen. Es schmerzt doppelt, weil wir den ganzen mitgereisten Fans etwas zurückgeben wollten. Jeder von uns hatte Gänsehaut. Schon als wir die Platzbesichtigung gemacht haben und noch nicht alle da waren, hat es uns schon geschüttelt. Das ist unfassbar und einzigartig in Deutschland. Mein Vater war da. Ich habe noch versucht, ihn anzurufen. Die Taktik für nächste Woche werde ich ihm nicht verraten – und glaube, er mir auch nicht. Vielleicht gibt es diese Woche ein bisschen weniger Kontakt."

Stefan Kutschke (Dynamo Dresden): "Ich alleine hätte zwei oder drei Dinger machen müssen. Vielleicht war hier der Rasen zu gut, das sind wir nicht gewohnt. Wir hätten hier feiern wollen mit den ganzen Fans. Das ärgert mich extrem."

Anmerkung: Der TSV 1860 verzichtete im Rahmen des anhaltenden Medienboykotts darauf, weitere Spieler in die Mixed Zone zu schicken.

 

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