TSV 1860 „Schneider ist der letzte Schuss des Vereins“

Löwen-Präsident Dieter Schneider Foto: az

Die Fans sind vom designierten 1860-Boss überzeugt – und Beeck erklärt seinen Rückzug

 

MÜNCHEN Was er macht, kommt gut an. Nach etwas mehr als drei Monaten als Vizepräsident beim TSV 1860 hat sich Dieter Schneider ein gutes Standing bei den Fans, im Umfeld und bei den Mitarbeitern der Geschäftsstelle erarbeitet. Er geht mit Rückenwind in das Amt des Präsidenten, das er am Montag von Rainer Beeck übernehmen wird. Beeck jedenfalls erklärte seinen Rückzug nun: „Als ich das Präsidentenamt im Mai 2008 übernahm, habe ich versprochen, den Verein so lange zu führen, bis die vereinsinternen Querelen beseitigt und eine zukunftsfähige Struktur aufgebaut ist. Nach meiner Überzeugung ist diese Situation heute gegeben und für mich gleichzeitig der Zeitpunkt gekommen, den Staffelstab weiterzugeben.“

Außerdem erklärte Beeck: „Ich wünsche meinem Nachfolger ein glückliches Händchen und meinem Verein eine baldige Rückkehr in die erste Bundesliga.“ Dass er Schneider nicht namentlich nannte, liegt daran, dass der 63-Jährige, der sich durch die erfolgreich eingeleitete Sanierungsphase hervorgetan hat, kommenden Montag vom Aufsichtsrat erst noch gewählt werden muss. Wie sicher seine Wahl jedoch ist, bestätigten nun auch die Löwen-Anhänger. Hans Vonavka, Sprecher der Fan-Organisation „Pro 1860“, sagte etwa: „Es gibt keine Alternative zu ihm, er ist die logische Konsequenz aus den letzten Wochen. Schneider trägt das Löwen-Gen in sich und ist nicht aus der Vergangenheit beschädigt. Er kann unbeschwert an die Sache rangehen und ist in der Lage, die schwere Aufgabe zu meistern.“

Auch Andreas Kern, zweiter Vorsitzender der Fan-Vereinigung Arge, legt große Hoffnungen in Schneider: „Schneider ist die letzte Chance des Vereins, der letzte Schuss sozusagen. Schneider kehrt mit eisernem Besen, und dass es nur so geht, hat mittlerweile jeder eingesehen.“ Außerdem sagte Kern: „Er war ja auch schon vorher der Chef im Ring, also wird sich nicht viel ändern.“

Dass nach Schneiders Aufstieg zum Präsidenten tatsächlich nicht viel anders sein wird, erwartet auch Sportdirektor Miki Stevic, der sagte: „Ich kenne ihn schon lange. Als Sponsor bin ich schon genauso gut mit ihm klargekommen wie als Vize-Präsident. Das ist ein gutes Vorzeichen, es würde sich in der Zusammenarbeit nichts ändern.“ Marco Plein

 

0 Kommentare