Nach 1860-Pokalspiel Runjaic über Adlung und Andrade: "Was viele nicht sehen..."

, aktualisiert am 25.08.2016 - 14:09 Uhr
Zwei Akteure, zwei unterschiedliche Spielweisen: Daniel Adlung und Victor Andrade. Foto: sampics/Augenklick

1860-Trainer Runjaic hat sich nach dem 2:1-Pokalsieg gegen Karlsruhe über Mittelfeld-Motor Daniel Adlung und Victor Andrade geäußert – zwei völlig unterschiedliche Spielertypen. "Man sieht zwei Tempoläufe von Andrade, und das ganze Stadion ist begeistert. Dass er einige Ballverluste hatte, sagt keiner."

 

München - Er brachte Schwung, kurbelte das Spiel des TSV 1860 an und daher war Victor Andrade, obwohl nicht am entscheidenden Tor beteiligt, dennoch einer der Gründe dafür, dass der TSV 1860 im Erstrundenduell im DFB-Pokal gegen den Karlsruher SC am Ende mit einer Willensleistung noch mit 2:1 in der Nachspielzeit siegten.

Andrade-Einsatz im nächsten Spiel nicht bestätigt

Trainer Kosta Runjaic hatte bereits nach dem Spiel angedeutet, dass der brasilianische Flügelflitzer großes Potenzial habe, aber im taktischen Bereich noch dazulernen müsse. Ein anderer Löwe dagegen hat gegen den KSC eine unauffälligere, aber wichtigere Rolle eingenommen: Daniel Adlung.

"Adi hat sich total verausgabt. Das ist auch wichtig. Er konnte nicht mehr, ist aber auch unheimlich viel gelaufen. Das ist es, was viele nicht sehen. Nur so werden wir die nächsten Stufen erreichen", erklärte Trainer Kosta Runjaic und verglich die Spielweise des lauf- und kampfstarken Mittelfeld-Motors, der aber in der Offensive blass geblieben war, mit der des Dribblers auf der Außenbahn: "Man sieht zwei Tempoläufe von Andrade, und die Fans im Stadion sind begeistert, aber es gibt Rollen, die vielleicht sogar noch wichtiger sind."

Am Mittwoch bekräftigte Runjaic, darauf angesprochen, ob Andrade im Liga-Duell am Samstag (13 Uhr, im AZ-Liveticker), seine nächste Chance erhalte, sein Einschätzung nochmal: "Wir werden sehen. Wir müssen als Team funktionieren." Und dabei zählen für Runjaic Fähigkeiten, wie sie Adlung aufweist, zum jetzigen Zeitpunkt der Saison mehr: Kampfstärke, Laufbereitschaft, Ballsicherheit, Willen.

Beim 20-jährigen Außenbahnspieler müsse auch seine Unerfahrenheit berücksichtigt werden: "Dass er einige Ballverluste hatte, sagt keiner. Einmal sogar am Strafraum, da hätte es fast gescheppert. In manchen Spielen kann das auch bestraft werden."

Daher wird Runjaic auch im Wildpark wieder auf Kämpfer Adlung setzen, während seine Wunderwaffe von der Bank kommen und selbstverständlich gerne wieder für Schwung sorgen kann - am besten mit dem ein oder anderen Fehler weniger.

 

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