TSV 1860: Neuzugänge auf dem Abstellgleis Blanco und Makos vor dem Aus

Hat er noch Zukunft beim TSV 1860? Grigoris Makos. Foto: sampics/AK

Die Nezugänge Ismael Blanco und Grigoris Makos stehen beim DFB-Pokalspiel des TSV 1860 beim VfL Bochum nicht auf dem Spielberichtsbogen – und sollen im Winter gehen.

 

München - Ismael Blanco kennt das schon. Seit der Argentinier bei den Löwen spielt, gehörte er fünfmal gar nicht erst dem Kader an. Ob unter Reiner Maurer oder jetzt Alexander Schmidt – unverzichtbar war der 29-Jährige für beide Trainer des TSV 1860 nicht.

Im Achtelfinale des DFB-Pokals beim VfL Bochum blieb Blanco wieder ein Platz im Kader verwehrt. Neu war allerdings, dass in Grigoris Makos auch der zweite umstrittene Sommerzugang die Reise nicht mit antreten durfte. Schmidt entschied sich lieber für Dominik Stahl als Ersatzspieler fürs defensive Mittelfeld. "Er ist von uns gut ausgebildet, kopfballstark und zuverlässig", sagte Schmidt.

Ein klarer Affront gegen Makos, der bei den Löwen nie so richtig angekommen ist und schon im Winter den Verein wieder verlassen kann. Genau wie Blanco. Offen sprechen das Sportchef Florian Hinterberger und Schmidt zwar nicht an, der Marktwert soll schließlich nicht unnötig weiter gedrückt werden, doch suchen die Löwen-Macher im Hintergrund längst nach Abnehmern.

Immer wieder hat sich Schmidt zuletzt deutlicher Kritik bedient, um die Mängel von Makos und Blanco anzusprechen, hat ihnen Einsatzzeiten in der Liga gegeben – um danach festzustellen: Das reicht nicht. "Jeder bekommt bei mir seine Chance. Einige haben sie genutzt, andere nicht. Es zählt nur das Leistungsprinzip", sagte Schmidt.

Offen bleibt die Frage, wer die beiden gut bezahlten Profis schon im Winter abwerben soll. Gerade Blanco scheint in Europa nicht mehr vermittelbar. Zypern gilt dennoch als möglicher Markt. Ein Abgang käme den Löwen alleine deshalb entgegen, um zumindest Gehälter zu sparen.

 

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