TSV 1860 München Löwen gegen Braunschweig: Das war gut, das war schlecht

Der TSV 1860 verlor 1:2 gegen Bundesliga-Absteiger Eintracht Braunschweig. Foto: Augenklick/AZ-Montage

Der TSV 1860 verliert auch gegen Eintracht Braunschweig und steht am Tabellen-Ende. Die AZ blickt auf die wichtigsten Momente des Spiels zurück.

 

München - Am Tiefpunkt angekommen: Die Löwen müssen sich in der heimischen Allianz Arena auch dem Bundesliga-Absteiger Eintracht Braunschweig geschlagen geben und sind Tabellen-Letzter der zweiten Liga.

Das Spiel: Die Löwen begannen nervös, kamen nach dem den frühen Rückstand immerhin zurück und glichen aus. Dem Schock kurz nach der Pause hatten sie trotz Sturm-und-Drang-Phase nichts mehr entgegen zu setzen. Die Spieler zeigten den von den Fans geforderten Kampfgeist, ließen aber eine klare spielerische Linie vermissen. Ein Armutszeugnis.

Die Tore: Je ein Treffer fiel über die linke und die rechte Abwehr-Seite der Löwen. Beide Male pennten sowohl die Außenverteidiger, als auch deren Kollegen in unmittelbarer Nähe. Abstimmungsprobleme, keine Kommunikation, Tiefschlaf - es lassen sich viele Betitelungen für das unzureichende Abwehrverhalten finden. Bei beiden Toren machte zudem Keeper Stefan Ortega eine schlechte Figur, obwohl das Traumtor von Korte zum 1:2 nur schwer zu verhindern war.

Szene des Spiels: Das 1:2. Raffael Korte traf mit einer sensationellen Einzelleistung zum Sieg, die Löwen stellten sich in Person von Claasen aber auch dämlich an. Der Südafrikaner ließ sich amateurhaft vernaschen, Korte drang in den Strafraum ein und traf mit einem traumhaften Heber über Ortega hinweg. Es war der erste Saisontreffer für den Matchwinner.

Das war gut: Der Kapitän. Chris Schindler war bester Löwe, klärte mehrfach als letzter Mann in höchster Not und traf per Kopf zum zwischenzeitlichen 1:1 (38.). Eine starke Reaktion nach der vergangenen Woche, als er nach der Aue-Pleite auf dem Boden zusammengesackt war und hemmungslos geweint hatte.

Das war schlecht: Die stümperhafte Defensiv-Arbeit, die fehlende Spielkultur und die Maßnahme von Löwen-Trainer Markus von Ahlen, mit Bobby Wood und Leonardo zwei Offensivspieler aus dem Kader zu streichen, die ihm nach dem Rückstand weitere Wechsel-Optionen verschafft hätten.

Lesen Sie hier: Pleite gegen Braunschweig - Die Löwen sind Letzter

Das sagte 1860-Trainer Markus von Ahlen: "Fußball ist so. Manchmal verlierst du, obwohl du besser bist, manchmal gewinnst du, obwohl du schlechter warst.In kleinen Schritten entwickeln wir uns in die richtige Richtung."

Alle Stimmen zum Spiel

Das sagte Eintracht-Coach Torsten Lieberknecht: "Wir haben versucht, einfachen Fußball zu spielen und so zum Erfolg zu kommen. Das ist uns gelungen. Es war nicht nur Glück, aber in der ein oder anderen Situation dieses Quäntchen, das dazu gehört, um den Sieg zu holen. Ich wünsche Sechzig Glück. Ich weiß als Trainerkollege, dass diese Situation nicht leicht ist."

 

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