TSV 1860 Maurer wehrt sich gegen Lauths Taktik-Kritik

Vor dem Spiel gegen Braunschweig: Löwen-Trainer Reiner Maurer und Eintracht-Coach Torsten Lieberknecht Foto: sampics

Nach der Taktik-Kritik von Benny Lauth infolge des 1:1 gegen Braunschweig weist Trainer Reiner Maurer seine Löwen zurecht: „Ich kann nicht einfach so drauflos spielen“

 

München – Mit dem einen Punkt gegen Braunschweig konnten die Löwen gut leben. Mit dem starken Tabellenführer hatten sie viel zu tun, am Ende war es ein sehenswertes Spitzenspiel, in dem nicht mehr drin war für 1860. Oder doch? So sah es jedenfalls Benny Lauth, der nach dem Spiel enttäuscht von seiner Auswechslung war und die abwartende Taktik der Sechzger kritisierte und sagte: „Wir sollten nicht so defensiv spielen und nur reagieren. Wir sollten nicht nur abwarten und schauen, was der Gegner macht.“

Trainer Reiner Maurer hatte für die Worte wenig Verständnis uns sprach davon, auf jeden Gegner neu reagieren zu müssen. „Wir müssen uns immer nach den Gegebenheiten richten und sehen, was uns die eigenen Spieler anbieten. Ich bevorzuge auch ein 4-4-2, das ist bekannt. Aber ich kann nicht einfach so drauflos spielen, sonst stehe ich auf einmal wie zum Beispiel Köln mit zwei Punkten da und wundere mich, was passiert ist.“

Dass sich Maurer entschied, für Ismael Blanco den bis dato kampfstarken Lauth aus dem Spiel zu nehmen und nicht einen zweiten Stürmer neben ihn zu stellen, erklärte er wie folgt: „Benny hat acht Neuntel des Spiels gespielt, das ist nicht wenig, vor allem in einer englischen Woche. Am Ende eine zweite Spitze zu bringen, hätte zu zehn Prozent zum Sieg und zu 90 Prozent zu einer Niederlage geführt.“ Heißt: Ein zweiter Stürmer war Maurer schlichtweg zu riskant. 

 

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