TSV 1860 in der Einzelkritik Eine eins und drei Zweier für die Comeback-Löwen

Mit den Löwen geht's weiter bergauf: Sascha Mölders und Trainer Michael Köllner. Foto: imago images / Sven Simon

Was für ein Spiel! Der TSV 1860 München kommt gegen Tabellenführer spektakulär zurück. Die Spieler in der Einzelkritik.

 

München - Lange sah es nach der ersten Niederlage nach 14 ungeschlagenen Spielen in Folge für die Löwen aus, doch der TSV 1860 München kam spektakulär zurück. Dennis Dressel, Efkan Bekiroglu und Prine Owusu trafen in der zweiten Halbzeit. Und hinten hielt Marco Hiller seine Löwen im Spiel.

Damit stehen die Sechzger auf dem Relegationsrang drei. Die Spieler in der Einzelkritik.

MARCO HILLER, NOTE 2: Betätigte sich oft nur damit, seine Vorderleute zu dirigieren. Dann begann sein (starker) Arbeitstag: Top-Paraden gegen Stoppelkamp und Vermeij, bei den Gegentoren chancenlos.

HERBERT PAUL, NOTE 3: Der Rechtsverteidiger rückte für Willsch in die Startelf und legte los, als wäre er nie raus gewesen. Technisch stark, mit viel Offensivdrang - aber später war auch bei ihm die Luft raus.

Erdmann ungewohnt fehleranfällig

DANIEL WEIN, NOTE 3: Kapitän Felix Weber? Nein, es war Wein, der den verletzten Aaron Berzel ersetzte, indem er eine Position nach hinten rückte. Erledigte seinen Job unaufgeregt unaufgeregt und weitgehend zuverlässig.

DENNIS ERDMANN, NOTE 4: Schwacher, ungewohnt fehlerbehafteter Auftritt des Innenverteidigers. Ein gefährlicher Fehlpass, ein Stockfehler, eine vertane Offensivaktion und beim 0:2 weit weg - es war kein Erdmann-Tag.

PHILLIPP STEINHART, NOTE 3: Anfangs schwungvoll und defensiv in Ordnung. Bitter: Konnte MSV-Hüne Compper nicht daran hindern, zum 0:1 einzuköpfen. In der Schlussphase fleißiger Flankengeber.

Gebhart überzeugt nicht

TIM RIEDER, NOTE 3: Gab den Abräumer vor der Abwehr. Insgesamt ordentlich, wenngleich er bei dem ein oder anderen Duisburger Konter einen Schritt zu spät kam.

EFKAN BEKIROGLU, NOTE 2: Sechzigs Antreiber begann verhalten. Unnötiger Ballverlust, der den Angriff vor dem 0:1 einleitete. Im zweiten Durchgang besser, spielstärker - und mit dem Schuss ins Glück zum 2:2.

DENNIS DRESSEL, NOTE 2: Sechzigs schussgewaltiger Youngster zeigte seine Qualitäten nur selten aufblitzen. Eine gute Schusschance, ansonsten mit viel Abnutzungskampf im Mittelfeld - bevor er sich ein Herz fasste und traf.

TIMO GEBHART, NOTE 4: Der Zehner der Löwen konnte seinem Status als Ex-Bundesligaspieler auch gegen Aufstiegsaspirant Duisburg nicht gerecht werden. Ein schönes Solo, mit dem er eine Torchance einleitete. Zu oft abgemeldet und früh vom Feld.

SASCHA MÖLDERS, NOTE 3: Wenig überraschend: Noch lautstärkerer respektive besser hörbarer Dauer-Kommandogeber als bei "normalen" Fußballspielen. Versuchte viel gegen seinen Ex-Klub, hing aber auch teils enorm in der Luft. Dicke Chance zum 1:2.

Die Eins für Matchwinner Owusu

STEFAN LEX, NOTE 3: Vor der Corona-Zwangspause absoluter Wirbelwind. Jetzt auch engagiert und fleißig, aber seinen Aktionen, gerade in Tornähe, fehlte der letzte Schliff.

MARIUS WILLSCH, NOTE 3: Ersetzte Paul und brachte sichtlich Schwung, damit auch ein Garant der Aufholjagd.

PRINCE OWUSU, NOTE 1: Sollte die Wende bringen und brachte erst den Ball zu den Torschützen Dressel und Bekiroglu, bevor er es schon wieder tat - und wie beim 4:3 gegen Chemnitz das Ding drehte.

QUIRIN MOLL kam zu spät für eine Bewertung.

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