TSV 1860 in der Dritten Liga Bangen um Simon Lorenz: Sie sind die Löwen-Abwehr-Alternativen

Gemeinsam für den TSV 1860: Simon Lorenz (li.) und Daniel Bierofka (Mi.). Foto: imago/foto2press

Löwe Simon Lorenz plagen die Adduktoren - sein Einsatz gegen Eintracht Braunschweig ist fraglich. Die AZ erklärt die möglichen Back-ups des TSV 1860.

 

München - Fußball ist wahrlich eine ganz eigene Welt, die nach ihren eigenen Regeln agiert. Binnen weniger Wochen steigern Fußball-Profis ihren Marktwert teils exorbitant - nur, weil sie bessere Arbeit verrichten. Während die Geschäftswelt um sie herum ihren gewohnten Gang geht, finden sie sich plötzlich in ganz neuen Sphären wieder.

Simon Lorenz steigert Marktwert deutlich

Jüngst geschehen: Simon Lorenz vom TSV 1860. Der 21-jährige Innenverteidiger der Löwen steigerte seinen Marktwert im Vergleich zum Saisonbeginn laut Fachportal "transfermarkt.de" um das 2,75-fache. Sauber!

Konkret: Der 1,87 Meter große Abwehrmann soll nicht mehr "nur noch" 100 000 Euro wert sein, sondern plötzlich 275 000 Euro. Er ist daran gemessen der wahre Shootingstar der Sechzger, nicht etwa Top-Vorlagengebern Phillipp Steinhart (sieben Assists) oder Topscorer Adriano Grimaldi (vier Tore, sechs Vorlagen).

Doch just in einer Phase, in der Sechzig defensive Stabilität dringend benötigt, droht der vom VfL Bochum ausgeliehene Youngster gegen Zweitligaabsteiger Eintracht Braunschweig an diesem Samstag (14 Uhr, im Liveticker unter az-muenchen.de) auszufallen.

Adduktorenprobleme plagen Lorenz. "Die Hoffnung besteht, dass er spielen kann. Es ist weiter möglich", erklärte Löwen-Coach Daniel Bierofka, der schon auf Jan Mauersberger nach dessen Gesichtsfraktur verzichten muss, der AZ: "Wir haben aber Alternativen: Aaron Berzel und Sami Belkahia sind welche." Und laut Bierofka gäbe es noch eine weitere Variante. Die AZ erklärt die möglichen Back-ups:

Aaron Berzel: Gerade rechtzeitig fit

Aaron Berzel: Mit Mauersberger fehlt der Routinier in der Abwehr. Mit seinen 26 Jahren rückt Berzel im Gefüge nach. Doch der Heidelberger, in der Vorsaison noch ein Aufstiegsheld, ist gerade erst nach langer Verletzungszeit wieder fit.

Am Dienstag absolvierte er unter voller Belastung das gesamte Mannschaftstraining, nachdem zuerst ein Sehnenriss und dann ebenfalls Adduktorenprobleme den Defensivspezialisten zwischen Ende Juli und Anfang Oktober noch bremsten. Bierofka ließ ihn bislang erst zwei Spiele in der Bayernliga ran, hält aber viel vom "Aggressive Leader", der für seinen rustikalen und schnörkellosen Spielstil bekannt ist. Wird er zur Express-Lösung?

Sami Belkahia: Vielversprechende Spieleröffnung

Semi Belkahia: Der gebürtige Münchner gilt als großes Talent, auch wenn der 19-Jährige bislang nur in der zweiten Mannschaft und im Toto-Pokal zum Einsatz kam. Dass er beim knappen Sieg im Achtelfinale in Memmingen mit einem Fauxpas beinahe das 0:1 einleitete, zeigt, dass ihm noch die Abgeklärtheit fehlt.

Dennoch ist gerade seine Spieleröffnung vielversprechend. Ein Part, der bisher Lorenz auf der Achse mit Quirin Moll und den offensiven Positionen über links zugefallen ist. Nicht zuletzt wurde Belkahia bei 1899 Hoffenheim einst vom jetzigen Hoffenheim-Coach Julian Nagelsmann ausgebildet.

Daniel Wein: Als Innenverteidiger ausgebildet

Daniel Wein: "Wir können auch Wein in die Abwehr zurückziehen", erklärt Bierofka der AZ - eine nur auf den ersten Blick überraschende Variante. Einst, beim FC Bayern II, spielte der heute 24-Jährige auch als Innenverteidiger. Ihn indes in der Abwehrmitte zu bringen, wäre ein Indiz für die taktische Ausrichtung, weil Wein ein sehr offensiv ausgerichteter Defensivspieler ist.

Folglich wäre ein offensiver 4-3-3 gegen anfällige Braunschweiger wahrscheinlich. Alles hängt nun davon ab, ob Lorenz fit wird. Das Bangen um Simon. Bierofka zumindest ist nicht bange.

Lesen Sie hier: Teuerster Löwe steht fest - es ist nicht Adriano Grimaldi

 

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