TSV 1860 II gegen Burghausen Kleine Löwen verschenken Auftakt-Sieg

Sein Führungstreffer reichte nicht: Die kleinen Löwen trennten sich von Wacker Burghausen trotz Kargers 1:0 und Überzahl mit 1:1. Foto: Rauchensteiner/Augenklick

Am Ende mussten sich der TSV 1860 II über die Punkteteilung gegen Wacker Burghausen ärgern. Nach Nico Kargers 1:0 und Überzahl bekamen die kleinen Löwen den späten Ausgleich.

 

München - Es hat nicht sollen sein mit einem Sieg zum Regionalliga-Auftakt: Der TSV 1860 II musste sich im ersten Spiel der neuen Saison gegen Wacker Burghausen mit einem 1:1 begnügen. Kurzfristig musste Löwen-Chefcoach Daniel Bierofka auf Florian Pieper, den letztjährigen Toptorjäger der Bayernliga, wegen eines Infektes verzichten. Mit Sertan Yegenoglu, Lucas Genkinger, Nicholas Helmbrecht und Nico Andermatt standen trotzdem vier Neuzugänge in der Startelf. Die Kapitänsbinde trug Felix Weber, der wie Torwart Michael Netolitzky, Emanuel Taffertshofer und Nico Karger frühzeitig vom Trainingslager der Profis in Bad Häring abgreist war, um zum Saison-Auftakt dabei sein zu können.

Letzterer war es auch, der die kleinen Löwen kurz nach der Pause in Führung brachte: Nach einem Foul an Genkinger fast an der Mittellinie ließ Schiedsrichter Badstübner das Spiel laufen. Karger erlief sich den anschließenden Rückpass der Burghausener erlief sich Karger und traf alleine vor Burghausen-Keeper Eiban aus zwölf Metern zum 1:0 (50.).

Nachdem Matthias Rahn nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote-Karte sah und die Gäste weiter schwächte, sah alles nach einem Löwen-Sieg aus (72.). Es sollte jedoch anders kommen: In der 87. Minute kam Marcel Ebeling im Löwen-Strafraum zu Fall, der Unparteiische entschied sofort auf Elfmeter. Ex-Löwe Christoph Burkhard lief an, verlud Netolitzky und traf zum 1:1 ins rechte untere Eck. Damit war die Punkteteilung besiegelt.

Löwen-Chefcoach Daniel Bierofka sprach von einem ordentlichen Spiel seines Teams, „obwohl wir einen Umbruch hatten, 15 neue Spieler einbauen mussten und nur vier Wochen Zeit zur Vorbereitung hatten". Der 36-Jährige ärgerte sich über die Situation, die zum Elfmeter und dem 1:1-Ausgleich führte. „Da waren wir zu naiv. Wir müssen einfach vorher aktiver gegen den Ball gehen." Auch bemängelte Bierofka, „dass wir in Überzahl die Konter nicht so ausgespielt haben, wie ich mir das gewünscht hätte. Wenn wir aber diese Fehler abstellen und unsere Durchschlagskraft verbessern, sind wir auf einem guten Weg", glaubt der Löwen-Coach.

Burghausens Coach Uwe Wolf, selbst Spieler und Trainer bei den Löwen, sah sein Team vor der Pause nicht richtig im Spiel. „Wir haben zu kompliziert hinten gespielt, waren nur gefährlich, wenn der Ball in die Tiefe kam." Deshalb nahm er zur 2. Halbzeit taktische Umstellungen vor. „Wir haben mehr aus einem 3-5-2 gespielt, bekamen dadurch mehr Zugriff im Mittelfeld. Als wir gut im Spiel waren, mussten wir das Gegentor hinnehmen. Dabei hatten wir den Ball bereits, haben ihn dann zu kurz nach hinten gespielt. Die Gelb-Rote Karte war ein weiterer Rückschlag."

Mit seinen Einwechslungen lag Wolf goldrichtig: „Heiko Schwarz und Marius Duhnke waren sofort im Spiel. Die ganze Mannschaft hat Moral gezeigt, hat in Unterzahl dagegengehalten. Ein Fußballspiel dauert eben 90 Minuten. Die Jungs haben sich den Punkt mit ihrer Einstellung redlich verdient."

 

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