TSV 1860 gegen RB Leipzig Dosen-Boykott: 1860-Fans nicht nach Leipzig

Stimmung gegen RB Leipzig: Dieses Banner präsentierte die Löwen-Fankurve im Hinspiel gegen den Brauseklub in der Allianz Arena. Foto: Rauchensteiner/Augenklick

Die Löwen-Anhänger fahren nicht zum RB-Auswärtsspiel am Wochenende. Möhlmann: „Zu einfach, sich auf Leipzig einzuschießen“

 

München - Stell’ dir vor, du spielst auswärts – und die Fans fahren nicht mit. Bei der nächsten Auswärtsstation des TSV 1860 am 13. März bei RB Leipzig (13.30 Uhr, live bei Sky) dürfte es wieder soweit sein. Verschiedene Fan-Gruppen der Sechziger haben sich dazu entschlossen, die Auswärtsfahrt kommenden Sonntag nicht anzutreten. Der Grund: Die Fans der Löwen wollen das Marketing-Projekt Red Bull nicht mit ihren Eintrittsgeldern unterstützen. „Wie bereits in der vergangenen Saison wird die aktive Szene von 1860 auch in diesem Jahr dem Auswärtsspiel unserer Münchner Löwen bei Red Bull Leipzig fernbleiben“, erklärt die Ultra-Gruppierung Giasinga Buam auf ihrer Homepage.

Die Erklärung wurde von verschiedenen Fan-Gruppen der Löwen unterzeichnet: Neben den Giasinga Buam boykottieren demnach auch die Cosa Nostra 1860, die Fans der Münchner Freiheit, Sechzig im Allgäu, die Panzerknacker, Azzurro Monaco, die Drunkarts und die Fangruppe der Blue Blood Fanatics das Duell bei den Bullen. Trainer Benno Möhlmann dazu: „Ich denke, dass heute der ganze professionelle Fußball in der Qualität und Größenordnung nur noch mit Geld aufrecht zu erhalten ist. Für mich ist es zu einfach, sich auf Leipzig einzuschießen.“

Die Fanklubs haben allerdings einen Ersatzplan: Regionalliga statt 2. Bundesliga. Genauer: Man will die kleinen Löwen beim Auswärtsspiel in Aschaffenburg am Tag zuvor begleiten. „Wir sehen darin ein gelungenes Kontrastprogramm, um den TSV 1860 auch an besagtem Wochenende zu unterstützen und trotzdem unserer Linie treu zu bleiben“, so die Giasinga Buam. Für ihren Traditionsverein, aber gegen die neureichen Bullen.

 

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