TSV 1860 gegen Karlsruhe Yegenoglus folgenschweres Löwen-Debüt: "Ein dummer Pass"

Erst der Fehlpass in die Füße von Yamada, dann einen Schritt zu spät, um Hoffer am Torschuss zu hindern: Debütant Sertan Yegenoglu. Foto: Augenklick

Löwen-Trainer Benno Möhlmann verhalf den beiden Nachwuchs-Talenten Yegenoglu und Taffertshofer gegen Karlsruhe wegen der vielen Verletzten zu ihren Zweitliga-Debüts, der Türke patzte vor dem 0:1. "Kein Vorwurf an den Jungen"

 

München - Er hatte bei seinem Löwen-Premiere eine mutige Variante gewählt. Neu-Trainer Benno Möhlmann verhalf auch zwei Youngstern zu ihren (Profi-)Debüts: Mit Sertan Yegenoglu und Emanuel Taffertshofer durften gegen den KSC zwei Junglöwen aus der U21 auflaufen – während der eine Lob einheimste, musste der Andere getröstet werden.

Ausgerechnet ein individueller Fehler von Yegenoglu, besiegelte die 0:1-Pleite des TSV 1860 gegen Karlsruhe. Erst spielte der Nachwuchs-Innenverteidigers dem Gegner den Ball in die Beine (Möhlmann: „ein dummer Pass“). Danach kam er Torjäger Erwin Hoffer nicht mehr hinterher. Ein Schuss, ein Tor, und wieder kein Löwen-Sieg, sondern eine bittere Pleite. „Ich habe schon in der Halbzeit vor der Mannschaft mit ihm gesprochen: Ich habe ihm gesagt, dass es wichtig ist, wenn er ein guter Spieler werden will, dass er so einen Fehler wegsteckt und anschließend auch wieder mutig und souverän agiert“, sagte Möhlmann über den 20-jährigen Türken.

Spielmacher Michael Liendl wollte ihm die alleinige Schuld nicht in die Schuhe schieben: „Kein Vorwurf an den Jungen. Der macht sein erstes Spiel und spielt einen Fehlpass. Den musst du aufbauen und auf ihn einreden, dass es weitergeht.“ Und auch Möhlmann resümierte: „Er hat den einen Fehler gemacht, keine Frage. Aber hat unter dem Strich in 90 Minuten nicht so schlecht gespielt“ – dabei sparte der Coach neben dem folgenschweren Fehlpasses einige weitere Unsicherheiten aus.

Der zweite Youngster kam dagegen besser weg: Taffertshofer (20) durfte den gelbgesperrten Milos Degenek auf der Sechs ersetzen. Möhlmann: „Er hat einfach und klar gespielt, hat viele Bälle für uns gewonnen. Das Spiel war aber sehr sicherheitsbedacht. Das ist mir natürlich lieber als fehlerhaft“, sagte der 61-Jährige, fordert aber: „Auf Dauer muss er mehr nach vorne kucken, nach vorne spielen. Das hat mir ein bisschen gefehlt, das weiß er auch. Aber ich habe schon schlechtere Debüts gesehen.“ Am Ende – zum Leidwesen der Löwen-Youngster – gewiss auch erfolgreichere.

 

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