TSV 1860 gegen Duisburg Vor Kellerduell: Löwen unter Druck

Ist wieder gesund: Löwen-Trainer Benno Möhlmann. Foto: sampics/Augenklick

Der TSV 1860 muss am Sonntagnach zum Kellerduell gegen Zweitliga-Schlusslicht MSV Duisburg antreten. Die Statistik und das Erfolgserlebnis im Pokal gegen Mainz sprechen für die Löwen - der Druck ist allerdings groß.

 

München - 14 Spiele, neun Siege, drei Unentschieden und nur zwei Niederlagen - die Bilanz spricht beim Duell der Löwen gegen den MSV Duisburg eine deutliche Sprache. In der Allianz Arena haben die Zebras sogar schon seit sieben Spielen keinen Dreier mehr eingefahren (fünf Pleiten, zwei Unentschieden).

Allerdings dürfen sich die Löwen schon lange auf keine Zahlenspiele mehr verlassen: Ohne Erfolgserlebnis nach zwölf Spielen sorgt die Elf von Trainer Benno Möhlmann für die schlimme und historisch noch nie dagewesene Serie selbst.

"Wenn man keine Erfolgserlebnisse hat, wird es eben schwer, an sich zu glauben", sagte Möhlmann vor dem Kellerduell, bei dem er auch Ersatztorwart Stefan Ortega wegen einer Erkältung verzichten muss. Der nach seiner Gallenbalsen-OP wiedergenesene Coach weiß: "Je weniger Leute an uns glauben, desto mehr müssen wir selbst an uns glauben."

Ein Pluspunkt für die Löwen: der Einzug ins Pokal-Achtelfinale nach dem 2:1-Sieg beim Bundesligisten FSV Mainz 05. "Wir müssen die guten Punkte aus dem Mainz-Spiel mitnehmen", so Möhlmann, dessen Spieler endlich wieder ein besagtes und fast vergessen geglaubtes Erfolgserlebnis feiern konnten.

Was allerdings auch Angst und Schrecken verbreitet und die Löwen einmal mehr im Liga-Alltag lähmen könnte: Die Konkurrenz ist den Blauen schon ein gutes Stück enteilt, durch den Sieg von Fortuna Düsseldorf liegen die Sechzger bereits sechs Punkte hinter Relegationsplatz 16. Ein Sieg der Möhlmann-Elf ist also "ungemein wichtig", wie es der Cheftrainer formulierte - denn sonst könnte es bald ganz finster werden am Tabellenende.

 

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