TSV 1860 gegen Düsseldorf In Düsseldorf: Nachlegen, Löwen!

Ein Unentschieden gegen Düsseldorf? Das reicht 1860-Trainer Alexander Schmidt nicht. So soll es mit den drei Punkten gegen Fortuna klappen

 

München - Jetzt zählt’s aber wirklich für die Löwen. Nach einer Niederlage und einem Sieg zum Auftakt, geht es in Düsseldorf am Freitag schon um die erste wirkliche Standortbestimmung. „Ein Punkt bringt niemanden weiter, das habe ich schon oft betont. Wir müssen auf Sieg spielen”, fordert Trainer Alexander Schmidt vor dem richtungsweisenden Zweitliga-Kracher beim Absteiger.

Klar, die Saison wird nicht nach drei Spieltagen entschieden. Doch wer wirklich aufsteigen will, muss das Momentum nutzen und in eine Erfolgs-Serie verwandeln. Nach den physisch und psychisch recht beeindruckenden Last-Minute-Siegen gegen Frankfurt und im Pokal heißt es für die Truppe nun: Nachlegen! Sonst könnte es ganz schnell wieder vorbei sein mit dem von Präsident Gerhard Mayrhofer postulierten und vorgelebten Rock’n’Roll.

Wie die Löwen im Westen bestehen wollen:

Von Anfang an dagegenhalten: Die Fortuna muss von Beginn an versuchen, die peinliche Pokal-Pleite gegen den Viertligisten Wiedenbruck vergessen zu machen. Dort verlor man in der Nachspielzeit durch ein Foulelfmeter mit 0:1. Schmidt: „Düsseldorf will sich rehabilitieren. Wir dürfen nicht lethargisch auftreten, müssen gleich heiß sein. Sonst haben wir keine Chance. Wir müssen die Anfangsphase überstehen.”

Aggressiv auftreten: „Mike Büskens ist bekannt dafür, dass seine Mannschaften sehr aggressiv und kampfbetont spielen. Das wissen wir und müssen athletische Spieler dagegen stellen”, sagt Schmidt. Heißt: Vor allem die robusten Kämpfer Yannick Stark, Gui Vallori und Kai Bülow werden gefordert sein. „Wir müssen mutig spielen, dagegen halten und kämpferisch alles abrufen”, so Schmidt.

Alle verteidigen mit! Es war eines der Hauptprobleme der Löwen in den letzten Jahren: Die Flügelspieler mussten genauso wie die Stürmer kaum Defensivaufgaben übernehmen. Regelmäßig klaffte so ein Loch im Mittelfeld, das die Löwen notdürftig versuchten, mit langen Bällen zu überbrücken. Schmidt fordert aber gerade gegen die „schnellen, dynamischen und gefährlichen” Düsseldorfer eine kompakte Mannschaftsleistung. „Egal wer spielt, ich erwarte von jedem Spieler, dass er seine Aufgaben nach hinten erledigt”, so Schmidt, der Yannick Stark vorbildhaft hervorhebt. „Yannick ist variabel, der kann es vor dem Tor und verteidigt gut.”

Ausfälle kompensieren: Der Ausfall von Abräumer und Schmidt-Lieblingsschüler Dominik Stahl wiegt schwer. „Wir haben auch schon andere Spieler ersetzt. Es bringt nichts, rumzujammern. Wir haben einen großen Kader. Dafür sind die anderen Spieler da, dass sie sofort einspringen”, sagt Schmidt dennoch. In Düsseldorf darf sich aller Vorraussicht nach das Talent Stefan Wannenwetsch versuchen – der aber körperlich alles andere als robust ist. Eine defensive Alternative wäre der etatmäßige Verteidiger Christopher Schindler. Offensiver würde die Rolle dagegen Adlung ausüben.

Momentum nutzen: Die Fortunen haben seit dem 16. Februar nur ein einziges Pflichtspiel gewonnen. Motivation genug für die Löwen, um nicht ein zweites dazu kommen zu lassen.
 

 

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