Trotz Pleiten-Start Florenz-Boss: Ribéry verbessert Spieler "allein mit seiner Präsenz"

Franck Ribéry im Trikot des AC Florenz. Foto: Claudio Giovannini/dpa

Franck Ribéry hat bisher kaum für den AC Florenz gespielt, der Verein hat beide Spiele zum Saisonauftakt verloren. Trotzdem schwärmt der Sportdirektor vom ehemaligen Bayern-Star.

 

München - Gerade einmal 30 Spielminuten stand Bayern-Legende Franck Ribéry bisher für seinen neuen Arbeitgeber AC Florenz auf dem Platz. In zwei Einsätzen gelang dem Flügelspieler noch keine Torbeteiligung – trotzdem schwärmen die Italiener von ihrem neuen Star. "Ich habe mir nie vorstellen können, einen Weltklasse-Spieler wie ihn zur Fiorentina zu holen", frohlockte Florenz-Sportdirektor Daniele Pradè gegenüber "Brivido Sportivo".

Laut Pradè macht Ribéry die Mannschaft schon durch seine bloße Anwesenheit besser: "Champions wie er erhöhen das Niveau aller Spieler in der Mannschaft und alle Spieler verbessern sich allein durch seine Präsenz", so der Sportdirektor. Florenz befindet sich aktuell im Umbruch. Nur sieben Spieler aus der Vorsaison wurden gehalten und einige junge Spieler müssen deutlich mehr Verantwortung schultern. Ribéry versucht dabei offenbar, die Jungspunde unter seine Fittiche zu nehmen.

Sportdirektor über Ribéry: "Fühle mich gerührt"

Der Sportdirektor wird geradezu sentimental, wenn er darüber berichtet: "Jedes Mal wenn ich ihn sehe, wie er jüngeren Teamkollegen Anweisungen gibt, fühle ich mich gerührt." Zu erfolgreichen Ergebnissen haben Ribérys Anweisungen bislang jedoch nicht geführt. Die Fiorentina verlor die ersten beiden Ligaspiele gegen Neapel (3:4) und Genua (1:2). Ribéry wurde jeweils in der zweiten Hälfte eingewechselt. Beim 1:0-Testspielsieg gegen den Zweitligisten AC Perugia während der Länderspielpause stand der 36-Jährige aber in der Stratelf und trug sogar die Kapitänsbinde.

Mitte August 2019 unterschrieb Ribéry einen Zweijahresvertrag beim AC Florenz, nachdem sein Arbeitspapier beim FC Bayern nach zwölf gemeinsamen Jahren nicht verlängert worden war. Er habe sich für Florenz entschieden, da sie ihm die Möglichkeit geboten hätten, noch zwei weitere Jahre auf "höchstem Niveau" zu spielen, erklärte der Champions-League-Sieger von 2013.

Sportlich läuft es in Italien bisher noch nicht rund, dafür kann sich Ribéry nicht über fehlende Wertschätzung beklagen – schon bei seiner Ankunft empfingen ihn die Fiorentina-Fans euphorisch.

 

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