Trotz Belastung durch Corona Klinikum Großhadern: Angestellte zahlen weiter für Parktickets

Wer am Klinikum Großhadern parken will, muss dafür zahlen - auch Mitarbeiter. Foto: Daniel von Loeper

Trotz hoher Belastung müssen Mitarbeiter des LMU-Klinikums in Corona-Zeiten weiter Parkgebühren zahlen.

 

München - Warum müssen Angestellte des Klinikums Großhadern weiter Parkplatzgebühren am Klinikum zahlen, wo sie doch gerade durch die Auswirkungen des Coronavirus massiv belastet sind? Das fragt sich die Intensiv-Krankenschwester Christine Haslberger (53).

"Ich finde das nicht okay, diese mangelnde Wertschätzung denen gegenüber, die den Laden am Laufen halten", sagt sie zur AZ. "Es wären ja jetzt genug Parkplätze frei, weil ja keine Besucher kommen, es gibt gerade keinen Mangel an Parkplätzen", argumentiert sie. Sie sei zwar selbst gerade krankgeschrieben, wisse aber, dass viele Kollegen täglich mit dem Auto nach München pendelten; öffentlicher Nahverkehr und Schichtdienst seien unvereinbar.

Münchner Klinikum: Aussetzen der Parkgebühren "derzeit kein Thema"

Für das Parkraummanagement in Großhadern zuständig ist die Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH, die Tarifhoheit liegt indes beim LMU-Klinikum selbst. Ein Aussetzen der Parkgebühren "ist derzeit kein Thema im Rahmen der Krisenmaßnahmen", teilt das Klinikum auf Nachfrage mit. Es seien aber zuletzt mehr der insgesamt 800 Parkplätze zu Mitarbeiter-Tarifen freigeschaltet worden.

"Der Höchstsatz für Mitarbeiter liegt derzeit bei gerade einmal 90 Cent pro Tag", so das Klinikum. "Personen, die einen Dauerparkplatz gemietet haben, zahlen einen monatlichen Betrag."

Haslberger, seit 1988 am Klinikum beschäftigt, kennt die Preise natürlich. "Das ist nicht viel, es geht hier ums Prinzip. Wir kriegen alles Mögliche geschenkt gerade, aber vom eigenen Arbeitgeber kommt nichts."

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