Trockenheit in Italien Hitzewelle: Rom ruft Notstand für Latium und Umbrien aus

In Tivoli entdeckten Feuerwehrleute zwei Leichen in einem Haus. Italien wird seit Wochen von Waldbränden geplagt. Foto: dpa

In Italien wird das Wasser knapp. Die Regierung hat für zwei Regionen den Notstand ausgerufen - neben Waldbränden plagen das Land auch die maroden Wasserleitungen.

Rom - Wegen der Wasserkrise in Italien hat die Regierung in Rom den Notstand für Latium und Umbrien ausgerufen.

Damit werden dem Zivilschutz besondere Befugnisse in den bei Touristen beliebten Regionen erteilt, um der Versorgungsknappheit entgegenzutreten, wie der Ministerrat am Montagabend nach einer Sitzung mitteilte. Im Latium liegt auch die Hauptstadt Rom.

Seit Wochen kein Niederschlag

Viele Regionen vor allem in Mittel- und Süditalien leiden seit Wochen an ungewöhnlicher Trockenheit. In Rom stand kurzzeitig sogar eine Wasserrationierung zur Debatte. Der Nachrichtenagentur Ansa zufolge darf der Wasserversorger Acea weiterhin Wasser aus dem Bracciano-See zur Versorgung der Millionenstadt pumpen. Allerdings nur noch 400 statt 900 Liter pro Sekunde.

Neben dem fehlenden Niederschlag plagt das Land auch der schlechte Zustand der Wasserleitungen. Rund 40 Prozent des Leitungswasser gehen darin verloren, schätzen Experten. Besonders betroffen ist auch hier die Hauptstadt Rom. Daneben plagen auch Waldbrände das Land.

Die Feuerwehr barg am Montag bei Löscharbeiten zwei Frauenleichen in Tivoli aus einem Haus, das von Flammen umschlossen worden war.

 

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