Tritte gegen den Kopf Betrunkener Schläger prügelt auf 15-Jährigen ein

Der Bahnhof in Pasing: Hier kam es zur Schlägerei. Foto: Petra Schramek

Am Sonntagabend hat ein betrunkener 32-Jähriger einen Jugendlichen am Pasinger Bahnhof zusammengeschlagen. Eingreifende Passanten konnten wohl Schlimmeres verhindern.

Pasing - Ein 32-jähriger Mann aus Bosnien-Herzegowina wird am Montag dem Haftrichter vorgeführt, weil er am Vorabend einen 15-jährigen Syrer grundlos verprügelt hat.

Der Mann hatte knapp über zwei Promille – er beleidigte den 15-Jährigen massiv in einem Schnellimbiss am Bahnhof in Pasing. Anschließend folgte er dem Syrer durch eine Unterführung zum Bahnsteig, dort soll der 15-Jährige den Betrunkenen zur Rede gestellt und direkt angesprochen haben, ihn nicht weiter zu verfolgen.

Tritte gegen Kopf und Körper

Doch der Mann folgte dem Teenager weiter nach oben zum Bahnsteig – neben weiteren Beleidigungen ist es hier erstmals zu Handgreiflichkeiten gekommen. Der 15-Jährige stürzte dabei mehrmals zu Boden. Danach stiegen beide in die einfahrende S-Bahn ein. Dort eskalierte die Situation dann komplett: Der Bosnier schlug dem Jungen mehrmals mit der Faust ins Gesicht – dabei stolperte der Jugendlichen rückwärts aus der S-Bahn und fiel auf den Boden. Der 32-Jährige setzte nach und prügelte weiter auf den Syrer ein. Der Bundespolizei zufolge soll er ihm auch gegen Kopf und Oberkörper getreten haben. Dabei geriet der 15-Jährige mit einem Bein zwischen die Bahnsteigkante und die abfahrbereite S-Bahn.

Eine 30-jährige Frau aus Sendling und ein 26-jähriger Pasinger schritten schließlich ein und konnten so wohl Schlimmeres verhindern. Der 15-Jährige erlitt starkes Nasenbluten, sowie mehrere Prellungen und Abschürfungen am Kopf und Oberkörper. Nach der Erstversorgung vor Ort kam er in ein Krankenhaus, danach fuhr ihn die Bundespolizei nach Hause.

Der betrunkene Schläger wurde vorläufig festgenommen, er wird am Montag dem Haftrichter vorgeführt. Auch die Bilder aus der Videoauswertung belasten den Mann, gegen den wegen gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung von der Bundespolizei ermittelt wird.

 

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