Trinkwasser nach der Flut Hochwasser in Passau: Chlor im Wasser - abkochen!

Das große Aufräumen in Passau: Helfer kämpfen gegen den Schlamm, auf den Straßen stehen zerstörte Möbel. Foto: dpa

Von Normalität ist man in der Stadt Passau noch weit entfernt. Aber immerhin gibt es jetzt wieder Trinkwasser. Mehr als 1200 Helfer kümmern sich um die Aufräumarbeiten.

 

Passau  – In Passau gibt es für die meisten Bewohner wieder Trinkwasser. Für 90 Prozent der Haushalte konnten die Stadtwerke die Trinkwasserversorgung wieder aktivieren, wie ein Stadtsprecher am Mittwoch mitteilte. Auch die restlichen Haushalte sollten noch folgen. Im Zuge der Hochwasserkatastrophe war die Trinkwasserversorgung in der Dreiflüssestadt gekappt worden. Noch muss das Wasser aber nach Angaben der Stadt mit Chlor aufbereitet werden.

Und: Vor dem Verzehr sollte das Wasser abgekocht werden. Die Menschen in Passau hatten in den vergangenen Tagen das schlimmste Hochwasser seit mehr als fünf Jahrhunderten durchleben müssen. Am Mittwoch lag der Pegelstand der Donau bei zehn Metern - und damit fast drei Meter unterhalb der Rekordmarke vom Montagabend. Trotz neuer nahender Wassermassen aus Richtung Deggendorf erwarteten Experten keinen weiteren Anstieg mehr in Passau, da auch der Inn-Pegelstand stark zurückgegangen war.

Nach und nach wurde auch wieder Strom in den Häusern bereitgestellt. Lediglich noch überflutete Anwesen mussten weiter ohne Strom auskommen.

Mehr als 1200 Hilfskräfte waren am Mittwoch im Einsatz, um den Folgen der Flut Herr zu werden. Die Stadtverwaltung hat damit begonnen, die Schäden in den Hochwassergebieten zu dokumentieren. Auch eine Müllentsorgung ist aufgebaut worden, Sperrmüllladungen sind abtransportiert worden.

 

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