Trennungsstreit Feuer in der Plinganserstraße: Brandstifter vor Gericht

Die rußgeschwärzte Fassade des Hauses in der Plinganserstraße nach dem Brand. Foto: Sigi Müller

Im Mehrfamilienhaus gezündelt: Der Brandstifter (57) gesteht die Tat vor Gericht. Und nennt auch sein Motiv.

 

München - Bis heute verfolgen Carla T. (31, Name geändert) die Bilder von den Flammen, bringen sie in mancher Nacht um den Schlaf. Die Lehrerin schildert am Montag vor Gericht, wie sie sich am 24. April des vergangenen Jahres in ihrer Wohnung in der Plinganserstraße eigentlich schon bettfertig machen wollte, als sie den Brand bemerkte. Der Balkon und der Rest der Nachbarwohnung standen in Flammen. Carla T. gelang es aber rechtzeitig, das Haus zu verlassen.

Bereits am Tag der Tat gestand der Nachbar einer Polizistin: "Ich habe das gemacht." Auch am Montag bestätigt er die Vorwürfe. Allerdings könne er sich nicht mehr genau an den Akt des Anzündens erinnern – und auch nicht, warum er es getan hat. Da können die Ermittler helfen: Drei Tage vor der Tat habe ihm seine langjährige Freundin eröffnet, dass sie sich trennen wolle und er sich eine andere Wohnung suchen solle.

Kleider der Frau angezündet

"Aus Wut und Verärgerung" habe er dann laut Anklage Kleider der Frau auf dem Boden der Wohnung angehäuft, mit Feuerzeugbenzin überschüttet und angezündet. Damit hat er sich der schweren Brandstiftung schuldig gemacht. Denn in dem Haus weilten zum Zeitpunkt des Brandes noch sieben Bewohner, die zum Teil durch den Rauch verletzt wurden.

Eine Frau musste von der Feuerwehr mit einer Fluchtmaske aus ihrer Wohnung geholt werden. Der Prozess wird fortgesetzt.

 

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