Traum vom eigenen Stadion Löwen-Investor Hasan Ismaik: Sein Versprechen an den TSV 1860

Im Mai 2011 kaufte sich Hasan Ismaik beim TSV 1860 ein, der damals kurz vor der Insolvenz stand. Foto: imago images/Sven Simon

Löwen-Investor Hasan Ismaik begreift die Corona-Krise als Chance, vor allem für den DFB. Den Traum vom eigenen Stadion träumt er weiter – und macht dabei ein Versprechen.

 

München - Hasan Ismaik lässt die Vorstellung von einem eigenen Stadion für die Löwen nicht los. "Ich habe meine Träume mit 1860, die ich mir von keinem Menschen nehmen lasse. 1860 braucht ein eigenes Stadion, das uns die Möglichkeit gibt, auf gesunde Beine zu kommen", sagte der Investor in einem Interview mit der "Sport Bild".

Ismaik und ein eigenes 1860-Stadion: "Reiche allen die Hand"

Der Jordanier ist überzeugt, dass das Grünwalder Stadion auch nach einem Umbau auf knapp über 18.000 Zuschauer nicht wirtschaftlich ist – und er sucht das Gespräch: "Wenn Oberbürgermeister Dieter Reiter wiedergewählt ist, müssen wir uns alle treffen und vernünftig miteinander reden. Ich reiche allen die Hand."

Die Corona-Krise hat auch die Löwen voll im Griff, Isamik versucht zu beruhigen: "Wir haben einen großen Vorteil, wir sind im Vergleich zu anderen Klubs krisenerprobt. Ich baue aber auch auf die Solidarität und das einmalige Herzblut unserer Löwen-Familie." Man werde nicht warten, bis andere helfen. Denn: "Wir helfen uns selbst."

Ismaik: "Der DFB muss sich öffnen und tragfähige Modelle entwickeln"

In der Dritten Liga haben aktuell bereits 13 Klubs Kurzarbeit angemeldet, der Deutsche Fußball-Bund (DFB) sei in jedem Fall gefordert: "Dieser Verband ist so reich und kann jetzt auch seinen Vereinen etwas zurückgeben."

Wenn da nichts komme, bestehe die Gefahr, dass viele kleine Vereine sterben: "Wir müssen diese Krise auch als Chance sehen. Der DFB muss sich öffnen und tragfähige Modelle entwickeln – unabhängig von 50+1." Man dürfe den Fußball in Deutschland nicht nur verwalten.

Ismaik verspricht: "Bei 1860 wird es keine Insolvenz geben"

Der Sport sei aktuell zweitrangig, die Gesundheit der Menschen das höchste Gut: "Das allein zählt, und nicht, ob wir Verluste schreiben oder den Aufstieg verpassen." Das Wort "Insolvenz" werde beim TSV 1860 in seinen Augen seit Jahren missbraucht: "Bei 1860 wird es keine Insolvenz geben. Da kann mich jeder beim Wort nehmen."

In diesem Zusammenhang wünscht sich Isamik - er hat bisher nach eigenen Angaben rund 80 Millionen Euro in den Verein investiert - "noch immer eine Kapitalerhöhung, allerdings zu Konditionen, die 1860 auch helfen".

Ismaik würde einer solchen Kapitalerhöhung jedoch nur zu bestimmten Bedingungen zustimmen: "Warum sollte es bei fünf Millionen bleiben und nicht, sagen wir mal, 15 oder 20 Millionen sein? So hätten Geldgeber die Möglichkeit, mehr zu investieren", hatte er im November 2019 im Interview mit der AZ zu verstehen gegeben.

Sollte sich in den nächsten Wochen in dieser Angelegenheit nichts tun, dann werde er dem Verein selbst ein Angebot unterbreiten.

Lesen Sie hier: Giesings Geisterhöhen - So leise war's bei den Löwen noch nie

 

36 Kommentare

Kommentieren

  1. Ihre Daten können Sie in Ihrem Benutzerkonto ändern. Dieses finden Sie oben rechts .

loading