Traum-Konstellation perfekt Kovac vs Heynckes: Bayerisches Generationen-Duell im Pokalfinale

Im Olympiastadion treffen der scheidende und der künftige Bayerntrainer aufeinander. Foto: dpa, Horge/Wikimedia (CC BY-SA 3.0)

Niko Kovac wurde wegen der Umstände seines bevorstehenden Wechsels zum FC Bayern massiv kritisiert. Am Mittwoch war er aber wieder obenauf. Mit Eintracht Frankfurt erreichte er das Finale im DFB-Pokal - und trifft dort am 19. Mai ausgerechnet auf München.

 

Gelsenkirchen - Niko Kovac stand am Strafraumeck und schaute stolz auf seine jubelnden Spieler vor der Kurve. Zu den Fans gehen wollte der Trainer nicht. Er überließ die Bühne seinen Spielern. Vielleicht befürchtete er auch Anfeindungen nach einer emotionalen Woche seit der Bekanntgabe seines Wechsels zum FC Bayern in der kommenden Saison. Doch nun führte er Eintracht Frankfurt durch das 1:0 (1:0) beim Bundesliga-Zweiten Schalke 04 ins DFB-Pokalfinale. Schon wieder. "Zweimal hintereinander mit Frankfurt im Finale zu stehen, ist eigentlich nobelpreiswürdig", sagte Kovac. Im Vorjahr verlor er mit den Hessen 1:2 gegen Borussia Dortmund. Nun geht es am 19. Mai, in Kovac' letztem Spiel als Eintracht-Coach, ausgerechnet gegen den FC Bayern.

Über die Besonderheit der Konstellation wollte Kovac rund einen Monat vorher noch nicht sprechen. Wohl aber beschäftigte ihn die Stärke seiner künftigen Mannschaft. "Man hat gesehen, welche Dominanz die Bayern am Dienstag hatten", sagte er mit Blick auf das 6:2 der Münchener im ersten Halbfinale bei Bayer Leverkusen. Angesprochen auf mögliche Gewissenskonflikte im Duell mit seinem baldigen Arbeitgeber stellte Kovac allerdings auch klar: "Ich möchte das Finale spielen, ich möchte das Finale gewinnen."

"Fans" rasten nach Abpfiff völlig aus

Nach dem Spiel kam es zu unschönen Szenen. Foto: dpa

Am Mittwoch war Kovac erleichtert, das besondere Ziel Finaleinzug erreicht zu haben. Denn nach den heftigen Diskussionen der vergangenen Tage hätte die Stimmung in Frankfurt gegen den Erfolgstrainer im Falle einer Niederlage eine besondere Dynamik annehmen können. So durfte er an seine Kritiker "etwas platzieren. Es war viel los in den letzten Tagen. Was uns der ein oder andere reinsingen wollte, hat aber nicht funktioniert. Wir sind die Eintracht, das hat man heute gesehen."

Auf den Rängen war von dieser Eintracht jedoch nicht viel zu sehen: Nach Abpfiff haben sich Fans beider Teams in der Gelsenkirchener Arena geprügelt. Beide Seiten hätten versucht, aufeinanderzutreffen, sagte ein Polizeisprecher. TV-Bilder zeigten sich prügelnde Zuschauer auf den Rängen. Die Auseinandersetzungen verlagerten sich später nach draußen und auf die Parkplätze, wie der Polizeisprecher berichtete. Ob es Verletzte gab, war zunächst nicht klar. Die Polizei setzte Pfefferspray ein.

 

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