Traum-Finale bei Australian Open Williams gegen Scharapowa: Showdown der Dauerrivalinnen

Serena Williams (l) und Maria Schrapowa stehen im Finale der Australian Open 2015 Foto: dpa/AZ

Serena Williams gegen Maria Scharapowa: Das Frauen-Finale bei den Australian Open steht fest. Beide zogen mit Zwei-Satz-Siegen ins Endspiel ein. Die Statistik spricht aber klar für die US-Amerikanerin.

 

Melbourne – Die Australian Open haben ihr Frauen-Traumfinale: Serena Williams folgte ihrer Dauerrivalin Maria Scharapowa ins Endspiel von Melbourne und schrieb durch das 7:6 (7:5), 6:2 im Halbfinale gegen ihre Landsfrau Madison Keys (USA) erneut Geschichte.

Die 33-jährige Williams ist die älteste Finalistin, die es in der Open Era beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres bislang gegeben hat.

"Madison hat mich im ersten Satz an meine Grenzen gebracht. Ich bin wirklich froh, gewonnen zu haben", sagte Williams, die erst ihren neunten Matchball verwandeln konnte.

Durch ihren Erfolg im Generationenduell mit der 19-jährigen Keys stellte die 18-malige Major-Siegerin Williams zudem sicher, dass sie die Spitze des WTA-Rankings auch nach dem Turnier behalten wird und nicht an Scharapowa abgeben muss.

Die Weltranglisten-Zweite Scharapowa hatte zuvor das russische Duell gegen ihre Landsfrau Jekaterina Makarowa (Nr. 10) mit 6:3, 6:2 gewonnen und ist nur noch einen Sieg von ihrem zweiten Australian-Open-Titel entfernt.

Die erkältete Serena Williams hatte zunächst große Probleme mit der ungesetzten Keys (WTA-Nr. 35), die erstmals das Halbfinale eines Majors erreicht hatte. Williams musste in der Rod-Laver-Arena gleich ihr erstes Aufschlagspiel abgeben und lag schnell mit 1:3 zurück. Im Tiebreak behielt die Branchenführerin dann aber kühlen Kopf und wurde ihrer Favoritenrolle im Anschluss gerecht.

Scharapowa hatte nach 1:27 Stunden ihren ersten Matchball mit einem Aufschlagwinner verwandelt und steht zum vierten Mal im Finale von Melbourne. 2008 hatte die fünfmalige Major-Siegerin in Down Under ihren bislang einzigen Australian-Open-Titel geholt.

"Ich bin wirklich glücklich, der Final-Einzug ist sehr speziell für mich. Der Weg bis hierher war nicht einfach", sagte Scharapowa, die in ihrer Zweitrunden-Partie gegen die Qualifikantin Alexandra Panowa (Russland) zwei Matchbälle abwehren musste.

Scharapowa begann gegen Makarowa, die im Achtelfinale Julia Görges (Bad Oldesloe) ausgeschaltet hatte, äußerst nervös. Gleich zu Beginn unterliefen der 27-Jährigen zwei Doppelfehler, trotzdem holte sich die 1,88 Meter große Scharapowa das elfminütige Auftaktspiel.

Danach diktierte die bestverdienende Sportlerin der Welt (rund 24,4 Millionen US-Dollar pro Jahr) die meisten Ballwechsel mit wuchtigen Grundlinienschlägen.

Besonders beeindruckend war Scharapowas Reaktion auf ein Break von Makarowa zum 3:4-Anschluss. Mit vier Gewinnschlägen in Folge baute die Nummer zwei der Welt ihre Führung wieder auf 5:3 aus und holte sich wenig später den ersten Durchgang. In der Box spendete Scharapowas deutscher Hittingpartner Dieter Kindlmann (München) Applaus.

Auch danach ließ die Wahl-Amerikanerin nichts mehr anbrennen und ging schnell mit 4:0 in Führung, ehe Makarowa ihr erstes Spiel im zweiten Satz machen.

Das Finale findet am Samstag (9.30 Uhr MEZ/Eurosport) statt. Die Gewinnerin erhält ein Preisgeld in Höhe von umgerechnet 2,1 Millionen Euro.

Und die Statistik spricht eine klare Sprache:

Bei einem Grand-Slam-Turnier standen sich Williams und Scharapowa zuletzt 2013 im Finale der French Open gegenüber. Die Bilanz ist aus Sicht der Weltranglisten-Zweiten desaströs. Seit 2004 hat Scharapowa in 15 Partien nicht mehr gegen die jüngere der beiden Williams-Schwestern gewonnen. Im direkten Vergleich liegt sie 2:16 hinten.

"Ich bin eine Kämpferin. Ich werde rausgehen und alles dafür tun, das Ergebnis umzudrehen und den Titel zu holen", sagte Scharapowa vor ihrem zehnten Grand-Slam-Endspiel.

 

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