Transfer vom FC Barcelona? Wenn Alcántara kommt: Was wird aus Kroos und Co.?

Pep Guardiola ist beim FC Bayern in Sprücheform – doch es wird ernst. Wer wegen Thiago Alcántara am stärksten zittern muss...

 

Riva del Garda - Einmal in Stimmung, ließ Pep Guardiola einfach laufen. Wie er denn spielen lassen wolle, wurde der Trainer des FC Bayern am Donnerstag auf der bemerkenswert offenen Pressekonferenz gefragt. Und Pep, sehr gut gelaunt, antwortete: "Ach, mein System ist sehr, sehr einfach: rennen, rennen, rennen. Mit dem Ball greifen alle elf an, ohne Ball verteidigen alle." Alle machen alles, wie auf dem Bolzplatz, nur ein bisschen ordentlicher.

Über Mittelstürmer Mario Mandzukic scherzte der Spaß-Pep: "Er kann auch in der Abwehr spielen, er ist groß, kräftig, kopfballstark."

Das Problem an der Sache: Am Ende darf Pep immer nur elf Mann aufstellen – und mit Thiago Alcántara wird’s vor allem im Mittelfeld langsam eng. Pep argumentiert zwar: "Wir haben sechs Wettbewerbe zu spielen, wir brauchen die ganze Mannschaft." Und prinzipiell könnte Guardiola wohl ein Team nur aus Mittelfeldspielern bilden.

Doch die Macht der Bank oder Tribüne – siehe Mario Gomez – hat schon Spieler ins Grübeln gebracht. Die AZ erklärt, auf wen sich Peps Wunschtransfer auswirken wird.

Javi Martínez: Alles spricht dafür, dass er versetzt wird. In der Triple-Saison glänzte er als Sechser und (Kopfball-) Abräumer, nun dürfte er in die Innenverteidigung rücken. Egal, ob Guardiola mit Viererkette oder Dreierkette spielen lässt.

Bastian Schweinsteiger: Der Mittelfeld-Chef könnte in einem 4-1-4-1-System eine offensivere Rolle bekommen. Sein Standing als Leader und Vize-Kapitän zieht Guardiola nicht in Zweifel – doch in der Vor-WM-Saison könnte der 28-Jährige mehr Pausen gebrauchen.

Luiz Gustavo: Der Brasilianer, in der Heimat gefeierter Confed-Cup-Sieger und noch bis 18. Juli im Urlaub, dürfte einer der Verlierer der Thiago-Verpflichtung sein.

Toni Kroos: Muss beißen. Prinzipiell schätzt Guardiola Kroos’ technische Fähigkeiten und taktische Ausbildung, Thiago ist aber weitaus dynamischer. Den Stammplatz zurückzuerobern, den er durch seinen Muskelbündelriss im April verloren hatte, wird schwer.

Franck Ribéry/Arjen Robben/Thomas Müller: Dieses Trio kämpft um die Jobs auf den Außen, da die Mitte entweder durch den offensiven Schweinsteiger, Thiago oder Mario Götze besetzt sein dürfte.

Xherdan Shaqiri: Der Schweizer wird es schwer haben, sich zu präsentieren in seiner zweiten Bayern-Saison. Wobei: Am Donnerstag erklärte Guardiola, dass er auch Linksverteidiger spielen könne...

David Alaba/Philipp Lahm: Konkurrenzlos als Außenverteidiger. Aber was, wenn Pep auf Dreierkette umstellt? Dann wären auch sie Mittelfeld-Optionen.

Höjbjerg/Can/Weiser/Weihrauch: Für die Talente wird’s schwer, auf Einsatzzeit zu kommen – am ehesten hat noch der von Pep bislang stärker beachtete Höjbjerg Chancen.

 

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