Transfer fix "Mal was Neues": Aigner wechselt nach Frankfurt

 Foto: Rauchensteiner/Augenklick

Dass Mittelfeldspieler Stefan Aigner den TSV 1860 im Sommer verlässt, war bereits klar. Nun steht fest, dass er zu Aufstiegsaspirant Eintracht wechselt – aufgrund der besseren sportlichen Perspektiven

 

MÜNCHEN Stefan Aigner probiert es noch einmal. Vor vier Jahren hat er ja schon mal in der Bundesliga gespielt, in fünf Spielen war er damals für Arminia Bielefeld eingewechselt worden. Doch nun sieht es stark danach aus, dass der 24 Jahre alte Noch-Löwen-Profi ab August weitere Erstligaerfahrung sammeln wird. Denn wie am Mittwoch bekannt wurde, wechselt Aigner im Sommer ablösefrei zu Eintracht Frankfurt – und die Hessen haben als derzeit Zweiter in der Tabelle sehr gute Chancen, nach ihrem Abstieg im vergangenen Jahr wieder in die Bundesliga aufzusteigen.

„Ich freue mich auf die neue Aufgabe bei der Eintracht. Das ist ein toller Verein. Bruno Hübner und Armin Veh haben sich so um mich bemüht, das hat mir sehr gefallen”, sagte Aigner der AZ – sein Berater Michael Koppold ging sogar noch weiter: „Wie sehr die beiden Stefan haben wollten, das war brutal. Das hat uns enorm beeindruckt. Und das hat Stefan letztlich überzeugt.”

Vor allem aufgrund seiner beeindruckenden Spiele vor Weihnachten und nach der Winterpause, als Aigner in fünf von sechs Spielen ins Tor traf, hatte sich der Flügelflitzer zuletzt vor Interessenten kaum noch retten können. „Ich hatte von acht Vereinen Angebote”, offenbarte er nun – bis zuletzt hatte sich auch Fortuna Düsseldorf, das einen Nachfolger für Maximilian Beister sucht, um Aigner bemüht. Koppold sagte dazu: „Stefan kann stolz darauf sein, welch großes Interesse er geweckt hat.”

Frankfurts Manager Bruno Hübner teilte derweil mit: „Stefan ist bereits im Alter von 24 Jahren zum Leistungsträger bei den Löwen geworden, hat aber noch viel Entwicklungspotenzial nach oben. Er ist ein junger deutscher Spieler, der sein Ziel noch vor Augen hat, er erfüllt genau das Profil von Eintracht Frankfurt.” Den Dreijahresvertrag unterschrieb Aigner bereits in der vergangenen Woche – das Papier besitzt Gültigkeit für die erste und zweite Liga und läuft bis 2015.

Noch im Wintertrainingslager in Belek waren sowohl Aigner als auch 1860 guter Dinge gewesen, dass man gemeinsam in die Zukunft gehen werde, doch kurze Zeit später erklärte der Mittelfeldspieler, Giesing verlassen zu wollen und begründete dies auch mit der Unruhe im Klub. Nun jedoch sagte Koppold: „Das Hickhack bei 1860 hat zwar auch eine Rolle gespielt, aber das war nicht entscheidend. Wichtiger war, dass Stefan jetzt mal was Neues machen und sich einer Herausforderung stellen wollte. Wir haben so lange mit der Bekanntgabe gewartet, weil 1860 ja auch noch Chancen hatte aufzusteigen. Dann hätten wir noch mal neu überlegt. So ist die Sache klar. Jetzt hoffen wir nur, dass Frankfurt aufsteigt.”

Am vorletzten Spieltag dieser Saison treten die Löwen bei der Eintracht an - ob Aigner dann dabei ist, hängt davon ab, ob die Hessen bereits aufgestiegen sind.

 

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