Trainingslager in Troia adé 1860-Profi Aigner: "Ich weiß nicht, ob ich Kapitän bleibe"

Kehrte im Sommer 2016 von Eintracht Frankfurt zu den Löwen zurück: Stefan Aigner. Foto: sampics/Augenklick

Löwen-Profi Stefan Aigner über das Trainingslager, den neuen Coach und mögliche Neuzugänge. "Wir sind stabil, und wenn wir das eine oder andere Tor mehr machen, sieht es doch gut aus." Ein anderes Thema schwelt noch.

 

Troia - Es ist bald geschafft: 16 Tage Schwitzen, 16 Tage ohne Frau Laura und Sohn Felix. Als Stefan Aigner ein letztes Mal zum Pressegespräch im Teamhotel Aqualuz Troia Resort Platz nimmt, strahlt er, weil es nun wieder in die Heimat geht.

"So lange war ich noch nie weg von der Familie. Wir sind alle froh, wenn wir wieder in München gelandet sind", erklärte der Kapitän des TSV 1860 am Freitag - und blickt zurück auf das Trainingslager: "Wir haben sehr gut gearbeitet, bei Top-Bedingungen. Jetzt müssen wir es in der Rückrunde richten."

Außerdem sprach Aigner über…

...die Testspiele: Sehr gut, dass wir die Null gehalten haben. Wir sind stabil, und wenn wir das eine oder andere Tor mehr machen, sieht es doch gut aus. Die Portugiesen sind auch nicht lauter Blinde.

...Trainer Vitor Pereira: Pereira ist extrem engagiert, unterbricht alles, was ihm nicht gefällt. Er steht öfter im Spielfeld, um den Überblick zu behalten. Oder sitzt auf der Sanddüne. Er kann auch mal laut werden – richtig so! Er reißt auch mal einen Witz, hat uns unsere Freiheiten gelassen. So konnten wir zum Beispiel Lissabon anschauen. Ein bisschen Poker und Schafkopf haben wir auch gespielt. Jetzt, wo Vitus Eicher weg ist, hat es Stefan Ortega lernen müssen, um mit Kai Bülow, Maximilian Wittek und mir zu karteln.

...die Taktik: Wir stehen hoch, setzen den Gegner früh unter Druck. Ich finde es gut: So hat man keinen weiten Weg zum Tor, während der Gegner längere Wege gehen muss. Der Trainer will, dass wir variabel und unberechenbar sind. Wir sollen aggressiv stören, auf den zweiten Ball gehen und bei Balleroberung schnell nach vorne spielen.

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...die Spielführer-Frage: Wir haben noch keine Gespräche geführt. Ich weiß nicht, ob ich Kapitän bleibe. Ich werde mich auf jeden Fall wieder in den Dienst der Mannschaft stellen. Wenn ein anderer Spieler Kapitän wäre, hätte ich kein Problem damit.

...seine Rolle: 15 Tore in der Rückrunde schießen? Schön wär’s! Aber klar ist: Der Druck auf mich war anfangs groß, daher war es wichtig, dass ich zwei, drei gute Spiele gemacht habe. Dann kam die Verletzung, die ging mir komplett gegen den Strich. Ich habe immer gesagt: Ich bin ein Teil der Mannschaft, wir müssen es zusammen richten.

...Neuzugänge: Klar ist das ein Thema bei uns, wer noch kommt. Ich würde lügen, wenn ich etwas anderes sagen würde. Aber beeinflussen können wir es nicht. Ich finde, wir haben eine gute Qualität, die wir in der Hinrunde nicht abgerufen haben. Es wurden zu viele Spiele hergeschenkt. Wir haben jede Position doppelt besetzt - ich habe keine Angst vor der Rückrunde!

 

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