Trainerfrage beim FC Bayern Deutschsprachige Lösung? Das ist der Matthäus-Favorit

Der FC Bayern und die leidige Trainerfrage: Für Lothar Matthäus (r.) wäre RB-Trainer Ralph Hasenhüttl die beste deutschsprachige Lösung. Foto: firo/Augenklick/AZ

Wenn es um die deutschsprachige Lösung geht, hat Rekordnationalspieler Lothar Matthäus seinen persönlichen Favoriten auf dem heftig drehenden Trainerkarussell des FC Bayern auserkoren.

 

München - Top-Kandidat Thomas Tuchel sagt dem FC Bayern ab und löst damit ein Verwirrspiel aus: Europas Topklubs und die begehrtesten Trainer pokern. In den Spekulationen um die Nachfolge von Jupp Heynckes kommen automatisch wieder andere naheliegende Lösungen auf den Tisch.

Etwa die mit dem einst bei den Bayern-Amateuren spielenden Leipziger Chefcoach Ralph Hasenhüttl. Und Rekordnationalspieler Lothar Matthäus hat den 50-Jährigen zu seinem persönlichen Favoriten auf dem heftig drehenden Trainerkarussell auserkoren: "Wenn es einer der deutschsprachigen Trainer werden sollte, die gerade gehandelt werden, würde für mich Hasenhüttl am besten passen."

Matthäus: "Hasenhüttl hat den sogenannten Stallgeruch"

In seiner Kolumne "So sehe ich das" schreibt der 57-Jährige auf skysport.de: "Er lässt tollen offensiven Fußball spielen. Er hat jetzt zwei Jahre sehr erfolgreich mit RB Leipzig gearbeitet, beachtliche Ergebnisse in den europäischen Wettbewerben geliefert und zuletzt mit Neapel und St. Petersburg zwei gute Teams ausgeschaltet. Mit der Unterstützung des Vereins könnte er ganz gut zum Rekordmeister passen. Er hat den sogenannten 'Stallgeruch'."

Matthäus: FC Bayern hat sich in der Trainerfrage "verzockt"

Für Matthäus haben sich die Bayern in der Trainerfrage um den momentan begehrten Tuchel "ein wenig verzockt, weil sie zu lange gewartet haben." Von Nervosität beim Rekordmeister geht er jedoch nicht aus: "Sie wissen auch in solchen Situationen, was zu tun ist. Tuchel ist nicht mehr zu haben und trotzdem bin ich mir sicher, dass die Bayern in naher Zukunft einen großartigen Fußballlehrer vorstellen, der mit dieser Mannschaft die Arbeit von Heynckes erfolgreich fortführen wird."

Tuchel habe die Qualität, jeden großen Klub zu trainieren - er stehe sowohl Paris St.-Germain als auch dem FC Arsenal oder dem FC Chelsea gut zu Gesicht. Matthäus: "Ich persönlich würde es begrüßen, wenn Thomas Tuchel in der Premier League landen würde. Der nationale Wettbewerb ist dort eine viel größere Herausforderung."

Beim FC Bayern sind weitere deutschsprachige Kandidaten in der Verlosung. Doch die Bayern-Bosse könnten auch umdenken und die deutsche Sprache als Auswahlkriterium zurückstellen. Ein ausländischer Startrainer wäre nicht neu, wie die jüngere Vergangenheit mit dem Katalanen Pep Guardiola und dem Italiener Carlo Ancelotti belegt. Klar ist: Bundestrainer Joachim Löw scheidet als Sommerlösung aus.

 

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