Trainer des TSV 1860 Diese fünf Dinge sprechen für 1860-Coach Funkel

An seinem 60. Geburtstag feierten die Löwen-Bosse mit ihrem Trainer Friedhelm Funkel. Foto: sampics

Der Trainer ist krisenresistent, braucht Zeit – und kann einkaufen. Präsident Gerhard Mayrhofer: „Die Mannschaft ist zusammengerückt“

 

Erfolg durch Kontinuität: Funkel sagte am Sonntag richtigerweise, dass nur Ruhe und Kontinuität Erfolg bringe. Ex-Präsident Dieter Schneider hat in der Vergangenheit oft Greuther Fürth als Vorbild genannt, wo Präsident Helmut Hack bereits seit 1996 an der Macht ist. Braunschweig, früher ein Chaosklub wie 1860, hat Erfolg, seit Trainer Torsten Lieberknecht da ist und auch nach Krisen nicht gefeuert wurde. Beim KSC, dem Überraschungs-Aufsteiger, ist Trainer Markus Kauczinski bereits seit zwölf Jahren im Verein.

Die neue Spielkultur: Zum ersten Mal seit Jahren war bei den Löwen-Partien zuletzt ein spielerisches Konzept erkennbar. Das im Training eingebläute Pressing- und Kurzpassspiel funktioniert endlich auch auf dem Platz – und sieht gut aus. Selbst wenn die Spieler noch viele Fehler machen und es in Aue nur zu einem 2:2 in allerletzter Minute reichte, ist ein klarer Fortschritt zu erkennen. „Es hat sich was getan, es scheint aufwärts zu gehen. Die Mannschaft ist zusammengerückt“, sagt auch Mayrhofer der AZ.

Funkels Methoden brauchen Zeit: Funkel hat oft einige Monate gebraucht, um seine jeweiligen Mannschaften auf Kurs zu bringen. Er ist kein klassischer Feuerwehrmann, eher ein Entwickler. Funkel beobachtet lange, analysiert, dann greift er ein und krempelt um. Wenn die Verantwortlichen ihm Zeit gaben, war er meist erfolgreich. Mit Uerdingen und Köln stieg er etwa erst ab, bevor er überlegen wieder aufstieg, mit Bochum gelang nach schwachem Start fast noch der Aufstieg.

Funkel ist krisenresistent: Wahrscheinlich könnten rechts und links von ihm Bomben einschlagen, und Funkel würde noch ruhig bleiben. Zwei Krisen hat der Trainer bei den Löwen nun schon gemeistert – ohne den Kopf zu verlieren. Er ist der Ruhepol im traditionell nervösen Umfeld. Das kann 1860 nur gut tun.

Yuya Osako:Der Stürmer ist Funkels größter Trumpf. Nur dank der Kontakte des Trainers kam er nach Giesing – und schlug sofort ein. Wenn einer Osakos Flucht im Sommer verhindern kann, dann Funkel. Und sollte Osako gehen: „Dann holen wir eben einen anderen“, sagte Funkel. Da auch die beiden anderen Winter-Zugänge einschlugen, hieß das auch: einkaufen kann ich.

 

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