Tradition in München Ostermärsche: Demonstranten marschieren für den Frieden

Traditionell zu Ostern marschieren die Menschen durch zahlreiche deutsche Städte. Auch in München demonstrieren hunderte für den Frieden. Foto: imago/ Pacific Press Agency

Die Ostermaschierer zogen am Samstag wieder durch Städte in ganz Deutschland. Auch in München lebt die Tradition: Hunderte Menschen gingen auf die Straße um gegen Rüstungsexporte und für Abrüstung zu demonstrieren.

 

München - Zahlreiche Anhänger der Friedensbewegung sind am Karsamstag in mehreren Städten Bayerns zu den traditionellen Ostermärschen auf die Straße gegangen. Themen waren Rüstungsexporte, die Spannungen zwischen dem Westen und Russland, Auslandseinsätze der Bundeswehr - und speziell der Krieg in Syrien. Redner forderten anstelle einer Erhöhung eine drastische Reduzierung der Rüstungsausgaben. Sie verlangten eine Abschaffung von Atomwaffen, von jeher eine zentrale Forderung der Ostermarschierer.

Rund 800 Menschen zogen am Samstag durch München

Mehr als 1.000 Menschen zogen nach Angaben des Münchner Friedensbündnisses am Samstag durch die Landeshauptstadt. "Atomwaffenverbot", "Wer Waffen liefert, sät Krieg und erntet Terror", hieß es auf Transparenten. Manche Teilnehmer trugen bei dem Zug zum Marienplatz regenbogenfarbene Peace-Fahnen.

Rund 100 Demonstranten waren in Augsburg unterwegs. Auch in Erlangen, Würzburg, Aschaffenburg, Ansbach, Miesbach und Traunstein gingen Menschen für Frieden und Abrüstung auf die Straße.

Die Wurzeln der Ostermärsche reichen bis in die 1950er Jahre, als Pazifisten in England auf die Straße gingen. Einen Höhepunkt erreichten sie in den 1980er Jahren, als Hunderttausende gegen den Nato-Doppelbeschluss und eine Stationierung von US-Mittelstrecken-Raketen in Deutschland protestierten.

 

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