Topmodel Papis Loveday Mein Leben nach fünf Gramm Koks

Das Topmodel Papis Loveday. Foto: Brauer

Vor sechs Wochen stürmen Polizisten eine Party von Topmodel Papis Loveday und finden Koks. Jetzt spricht er erstmals darüber: „Ich bete jeden Tag, dass mir die Münchner verzeihen!“

München - Er gilt als Münchens neuer Paradies- und Partyvogel – doch so schnell, wie er aufgetaucht ist, war er plötzlich weg: Papis Loveday, laut Selbstauskunft bestbezahltes Männermodel der Welt, ist bekannt für schräge Outfits und überdrehte Auftritte. Ob auf Stöckelschuhen, im Netzhemd oder in Leder-Leggins: Das Blitzlichtgewitter liebt ihn, und er liebt München.

Nirgendwo auf der Welt fühlt sich der gebürtige Senegalese so wohl wie hier. Deshalb zieht er nach den ersten Besuchen her, lernt in jeder freien Minute Deutsch – und immer mehr Menschen kennen. Er wird freundlich aufgenommen, deshalb will er etwas zurückgeben und schmeißt jeden Freitag im Szene-Club „Hanoi“ im Glockenbachviertel seinen Loveday-Stammtisch. Wie vor sechs Wochen. Nur einige Menschen stehen diesmal nicht auf der Gästeliste und kommen trotzdem rein. Knapp 100 Polizisten stürmen den Laden (AZ berichtete).

Drogenrazzia!

In einem aufgebauten Zelt müssen sich alle Gäste ausziehen. Gastgeber Papis gibt gleich alles zu und her. Fünf Gramm Koks hat er bei sich.

Fünf Gramm, die sein Glamour-Leben ziemlich durcheinander wirbeln sollen.

Die folgenden Loveday-Stammtische werden abgesagt. Papis taucht unter. Selbst enge Freunde hören wochenlang nichts von ihm.

Als ich ihn kontaktiere, schreibt er nur zurück, dass er nichts sagen könne, weil er erst mit seinem Anwalt reden müsse, da ja gegen ihn ermittelt werde.

Doch jetzt meldet sich das Topmodel live-haftig zurück. Bei der „Stroke Urban Art Flair“, der weltweit einzigen Messe für urbane Kunst, ist er auf der Praterinsel unter Promi-Gästen wie Max von Thun und „Das perfekte Model“-Gewinnerin Anika Scheibe der Überraschungsgast. Stiller als sonst. Trotzdem erzählt er zum ersten Mal, wie es ihm geht – nach fünf Gramm.

„Ich habe die letzten Wochen viel gearbeitet, war in Mailand, Paris und habe mich zusätzlich um karitative Projekte im Rahmen meiner Tätigkeit als Unesco-Botschafter gekümmert. Ich hatte aber auch Zeit zum Nachdenken.“

Dann spricht er Klartext: „Mir ist der Vorfall in München im höchsten Maße unangenehm. Es beschämt mich sehr – und ich bete täglich, dass mir die Münchner verzeihen mögen! Den Kopf stecke ich jetzt nicht in den Sand. Ich schaue nach vorne. The Show must go on!“

Ohne fünf Gramm.

 

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