Top Four BBL-Pokal: Bamberg verteidigt Titel

Bamberg (dpa) - Die Brose Baskets Bamberg haben zum dritten Mal in der Club-Geschichte den BBL-Pokal gewonnen. Der deutsche Meister setzte sich in einem hochdramatischen Endspiel gegen die New Yorker Phantoms Braunschweig mit 69:66 (36:35) durch und verteidigte damit seinen Titel aus dem Vorjahr.

 

"Das ist ein unglaubliches Gefühl. Vor eigenem Publikum zu gewinnen, ist noch einmal besonders schön", sagte Bambergs Nationalmannschafts-Center Tibor Pleiß.

Vor 6800 Zuschauern in der ausverkauften Stechert Arena waren Anton Gavel und Predrag Suput mit je zehn Punkten beste Werfer bei den Franken. Bei den überraschend starken Braunschweigern kam Kevin Hamilton auf 20 Zähler. Platz drei ging an die Artland Dragons, die im "kleinen Finale" gegen Frankfurt mit 90:56 (52:34) siegten.

"Ich war schon mehrmals beim Top Four, aber das war mit Abstand mein Schwerstes", sagte Bambergs Trainer Chris Fleming. Braunschweigs Coach Sebastian Machowski war enttäuscht, aber zugleich stolz auf sein Team. "Ich muss meinen Jungs ein Kompliment machen, wir haben ein tolles Pokalwochenende gespielt", sagte Machowski.

9,8 Sekunden vor dem Ende sicherte Brian Roberts dem hohen Favoriten mit zwei verwandelten Freiwürfen den dritten Titel in Serie nach Pokalsieg und Meisterschaft in der vergangenen Saison. Allerdings mussten die Franken gegen Braunschweig Schwerstarbeit verrichten, ehe der Erfolg feststand.

LaMarr Greer hatte für die Phantoms sechs Sekunden vor dem Ende noch einmal die Chance zum Ausgleich. Sein Dreipunktwurf verfehlte aber das Ziel. Bambergs Reyshawn Terry sicherte sich den Rebound - dann brachen in "Freak City" alle Dämme. "Jetzt geht die Party los", meinte Pleiß. "Die Fans waren unser sechster Mann."

Schon im Halbfinale mussten die Bamberger Schwerstarbeit verrichten. Erst nach Verlängerung setzten sich die Franken gegen die Artland Dragons mit 101:93 (85:85, 49:42) durch, woran Roberts mit 21 Punkten maßgeblichen Anteil hatte.

Im Endspiel verschliefen die Brose Baskets den Start komplett. Die Braunschweiger zogen schnell auf 7:0 davon, mit einem 17:3-Lauf drehten die Hausherren aber auf. Was die favorisierten Bamberger danach aber auch versuchten, die Braunschweiger hatten eine passende Antwort. Am Ende setzte sich die größere Routine des Double-Gewinners aber doch durch.

Im bedeutungslosen Spiel um Platz drei tankten die Artland Dragons ein wenig Selbstvertrauen für den Liga-Endspurt. "Ich bin sehr stolz auf mein Team. Mit welcher Intensität die Spieler nach der großen Enttäuschung am Samstag heute aufgetreten sind, das war klasse", sagte Artland-Coach Stefan Koch.

Frankfurts Trainer Gordon Herbert, der seinen besten Spieler DaShaun Wood gegen die Dragons schonte, war dagegen bedient. "Das Wochenende hat uns den Spiegel vorgehalten und uns gezeigt, wo wir derzeit stehen", sagte Herbert nach der schwachen Vorstellung verärgert. Im Halbfinale hatte der Vorjahresfinalist gegen Braunschweig mit 77:82 (35:37) verloren.

 

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