Tötungsdelikt bei Passau Frau erstochen – Tathergang und Motiv unklar

Der Verdächtige sitzt in U-Haft. Er gibt zu, mit einem Messer auf die Frau eingestochen zu haben. Die Aussage ist aber teils widersprüchlich. Foto: dpa

Am Silvestertag wird in Niederbayern eine Frau brutal erstochen – ein 29-Jähriger wird noch am Tatort als Verdächtiger festgenommen. Doch seine Angaben zu Motiv und Ablauf der Tat sind verwirrend.

 

Untergriesbach – Nach dem gewaltsamen Tod einer 61 Jahre alten Frau in Untergriesbach (Landkreis Passau) rätseln die Ermittler weiter über das genaue Motiv und den Tathergang. Ein 29 Jahre alter Mann sitzt in Untersuchungshaft, er hat laut Staatsanwaltschaft auch gestanden, an Silvester „in Tötungsabsicht“ auf die Frau eingestochen zu haben. Ein klares Motiv sei aber noch nicht erkennbar, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Helmut Walch am Donnerstag. Ersten Erkenntnissen zufolge hatte der Tatverdächtige an der Tür der Frau geklingelt. Er sei auf der Suche nach ihrem Sohn gewesen, mit dem er gemeinsam in der Schule gewesen sei.

Zuvor hatte der 29-Jährige nach eigenen Angaben Alkohol getrunken. Die Ergebnisse einer Blutuntersuchung standen am Donnerstag noch aus. Er gab laut Staatsanwaltschaft zudem an, zweimal auf die Frau eingestochen zu haben – mit einem Küchenmesser, das er immer als Brotzeitmesser bei sich trage. Die Obduktion hatte aber eine Vielzahl von Stichwunden ergeben. „Der Tathergang gibt also auch noch Rätsel auf“, sagte Walch.

Eine Nachbarin hatte die blutüberströmte Frau am Dienstag gefunden und die Polizei verständigt. Die Beamten konnten noch am Tatort den 29-Jährigen aus dem Landkreis Passau festnehmen.

 

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