Tödliche Badeunfälle Kanufahrer ertrinkt in der Isar

Baden in der Isar, ein erfrischendes Vergnügen - vorausgesetzt man meidet die gefährlichen Stellen und badet oder paddelt nur dort, wo es erlaubt ist. Foto: ah

Zwei tödliche Badeunfälle überschatten das herliche Sommerwochenende. In der Isar ertrank ein Mann an einem Stawehr trotz Warnschildern

 

Bad Tölz, Bamberg  -  Ein Kanufahrer ist an einem Stauwehr in der Isar bei Bad Tölz gekentert und ertrunken. Wie die Polizei mitteilte, fuhr der 43-Jährige aus dem Landkreis Augsburg am Samstagabend durch die geöffnete Schleuse des Isar-Kraftwerkes, statt sie zu umgehen. Eine Wasserwalze drückte den Bootsfahrer unter Wasser.

Rettungskräfte brachten den Mann mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus, wo er anschließend starb.

Das Wasser des Stausees war wegen Bauarbeiten nach Hochwasserschäden an der Isar abgelassen worden. Hinweisschilder warnen vor der Durchfahrt durch die geöffneten Schleusen. Dennoch ist der Unfall bereits der dritte schwere Bootsunfall innerhalb von vier Tagen.

Am Donnerstag- und am Samstagnachmittag waren bereits zwei Schlauchboote gekentert. Ein 33-jähriger Mann aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck konnte sich gerade noch vor der Wasserwalze festhalten. Die Stadt Bad Tölz versucht nun durch Bauzäune, Absperrgitter und weitere Warnhinweise ein Durchfahren des geöffneten Stauwehrs zu verhindern.

 Ein 17-Jähriger ist beim Baden in der Regnitz am Samstag tödlich verunglückt. Rettungskräfte konnten den jungen Mann nur noch tot aus dem Wasser bergen, teilte die Polizei Oberfranken mit. Der Mann war mit einem Gleichaltrigen am Nachmittag in den Fluss gestiegen. Nachdem sie ihn einmal durchquerten, sei einer der Beiden auf dem Rückweg untergetaucht und nicht mehr an die Wasseroberfläche gekommen. Rettungskräfte fanden den Mann nach mehr als einstündiger Suche leblos im Fluss. Die Todesursache war zunächst nicht bekannt. Die Kriminalpolizei Bamberg hat Ermittlungen aufgenommen und prüft die Umstände des tragischen Unfalls.

 

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