"Todesschütze" TV-Kritik: So war der "Tatort" aus Leipzig

Das Tatort-Team in Leipzig, gespielt von Rainer Piwek, Simone Thomalla, Wotan Wilke Möhring und Martin Wuttke (von links). Foto: Hendrick Schmidt/dpa

Mittenrein in die ganz böse Wirklichkeit.  „Todesschütze“ war der stärkste „Tatort“ der Ära Wuttke-Thomalla. Die TV-Kritik.

 

Hamburg - Der Horror kommt direkt von der Straße: Krawallos entern die Straßenbahn, traktieren Fahrgäste, und prügeln ein mutiges Lehrerehepaar draußen, im nächtlichen Leipzig, krankenhausreif. Mit dem „Tatort: Todesschütze“ (Regie: Johannes Grieser) griff der MDR mittenrein in die Wirklichkeit – und nach 14 eher durchwachsenen Einsätzen der Kommissare Saalfeld (Simone Thomalla) und Keppler (Martin Wuttke) direkt ins ganz heikle Schwarze.

Denn die Ehefrau erliegt ihren Verletzungen, und einer der Brutalos ist auch noch der Sohn von Polizeiobermeister Rahn (Wotan Wilke Möhring). Das war  ein bisschen viel Klischee, sicher. Auch will das Drehbuch (Mario Giordano, Andreas Schlüter) Wuttke, diesen arschcoolen Hund, bisweilen noch cooler aussehen lassen, als er eh schon ist. Aber was Wilke Möhring und Stefan Kurt als völlig verzweifelter Mann der toten Lehrerin, aufführten, war große Fernsehkunst von einigen wahrhaftigen Momenten.

Kurz: das Beste der Ära Wuttke/Thomalla. Dafür hätte es am Ende keine Hollywood-Action made in Sachsen gebraucht.

 

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