Tod in Hollywood Juanita Moore und "Star Trek"-Star Joseph Ruskin sind gestorben

Die Hollywood-Schauspieler Juanita Moore und Joseph Ruskin sind verstorben. Ruskin war vor allem aus Fernsehserien wie "Star Trek" oder "Alias" bekannt.

 

Los Angeles - Hollywood muss sich diese Woche von zwei seiner stillen Größen verabschieden. Am Dienstag starb Schauspieler Joseph Ruskin im Alter von 89 Jahren. Einen Tag später folgte ihm Juanita Moore, die in ihrem Haus in Los Angeles zusammenbrach und kurze Zeit später starb. Sie wurde 99 Jahre alt.

Moore gilt als Pionierin für afroamerikanische Schauspieler. Für ihre Rolle in Douglas Sirks "Solange es Menschen gibt" wurde sie 1959 für den Oscar nominiert; sie war die erst fünfte Schwarze, der diese Ehre zuteil wurde. Der Film, in dem eine hellhäutige Afroamerikanerin ihre Mutter verleugnet, um als Weiße durchzugehen, ging für seine Zeit revolutionär mit ethnischen und sozialen Themen um und hat in den USA bis heute Kultstatus. So bahnbrechend die Oscar-Nominierung zur damaligen Zeit war, brachte sie für Moore eher Nachteile mit sich. "Das Ansehen, dass ich mit der Nominierung erhielt, war schön, aber ich habe davor mehr Arbeit bekommen", sagte die Schauspielerin der "Los Angeles Times" im Jahr 1967. "Mit einer Oscar-Nominierung sehen die Leute dich plötzlich in einer anderen Kategorie. Sie denken, du würdest dich auf keinen Fall auf eine kleine Rolle mit ein oder zwei Arbeitstagen einlassen. Aber das würde ich sicher."

Der Charakterdarsteller Joseph Ruskin ist den meisten für seine Arbeit in Fernsehserien wie "Star Trek" oder "Alias" bekannt. Er spielte jedoch auch in Filmklassikern wie "Die glorreichen Sieben" oder "Die Ehre der Prizzis" mit. Seine größte Leidenschaft blieb allerdings immer das Theater, wo er seine Karriere begann und mit einer Produktion von "Hexenjagd" 2013 auch beendete. "Joe war der Inbegriff des Schauspielers, der sich um all seine Kollegen kümmert und gleichzeitig immer fest mit der Arbeit verbunden ist. Er hat für so lange Zeit so viel gegeben, dass es schwer zu glauben ist, dass er wirklich von uns gegangen ist", teilte Ken Howard, der Präsident der Screen Actors Guild, mit. Für die Schauspielgewerkschaft hatte Ruskin eine besondere Bedeutung; jahrelang setzte er sich für eine Verbindung der Gewerkschaft für Schauspieler mit der für Radio- und Fernsehschaffende ein, was 2012 zustande kam.

 

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