Tipps beim Golf-Training Mit welcher Übung Sie dem Slice effektiv entgegenwirken

Der Schlägerkopf schwingt wieder nach innen. Der Ball startet rechts und dreht zum Ziel zurück Foto: golftime.de

Viele Golfer leiden beim Driver unter dem Slice. Mit dieser Übung können Sie effektiv dagegenwirken.

 

Kein Slice mehr und zudem ein paar Meter mehr Länge – das hört sich doch nach einem tollen Deal an. Dafür lege ich Ihnen eine Übung ans Herz, bei der Sie wie von selbst lernen werden, die ideale „Von innen nach innen“-Linie zu finden. Zudem werden Sie eine flachere Schwungebene generieren, die es Ihnen erlaubt, kraftvoller und effektiver zuzuschlagen.

Suchen Sie sich auf der Übungsanlage eine leicht abschüssige Stelle, sodass Sie etwas unter dem Ball stehen. Legen Sie den Ball zudem besonders hoch auf das Tee. Der Ball sollte sich idealerweise etwa acht bis zehn Zentimeter über Ihrem Stand befinden. Vollführen Sie erst einmal ein paar entspannte Übungsschwünge mit dem Driver, damit Sie sich an den Höhenunterschied gewöhnen können. Schon jetzt werden Sie merken, dass Sie den Schläger nicht mehr eckig von oben nach unten und von unten nach oben schwingen, sondern ihn kompakt auf einem imaginären Halbkreis bewegen.

Für notorische Slicer, die normalerweise zu steil und von außerhalb der Ziellinie kommend auf den Ball eindreschen, kommt die Übung einer Wunderheilung gleich, aber auch treffsichere Golfer können so ihr Schwunggefühl verbessern. Konzentrieren Sie sich nur darauf, einen lockeren Schwung zu machen und den Ball vom Tee zu fegen, ohne dieses im Treffmoment aus dem Boden zu hauen oder es gar zu zerbrechen. Sollte das Tee ein wenig wegfliegen, ist das nicht verkehrt, aber wenn es im Boden bleibt, ist es noch besser.

Chronischer Tee-Verschleiß beim Drive belegt zweifelsfrei, dass der Eintreffwinkel Ihres Schlägers zu steil ist. In diesem Fall besteht Ihre unschöne Golfwelt aus hohen, kurzen oder flachen, gepullten Schlägen.

Diese Übung wird Ihnen garantiert helfen, ein Gefühl für eine flachere Schwungebene zu entwickeln und Sie werden auch nicht mehr so viel Geld für Tees ausgeben.

Schon nach wenigen Minuten werden Sie merken, dass sich Ihr Schwung runder und kompakter anfühlt. Denn Sie versuchen ganz automatisch, den ungewohnten Höhenunterschied auszugleichen. Um einen soliden Treffmoment zu generieren, werden Ihre Schultern dafür sorgen, dass Sie auf einer geraden und flachen Ebene zurückschwingen. Verharren Sie kurz im Finish und überprüfen Sie die Position Ihrer Arme und Hände.

Sie werden feststellen, dass diese sich in einer niedrigeren Position befinden, als Sie es gewohnt sind. Die Hände befinden sich idealerweise auf Höhe des Kopfes. Schwingen Sie den Schläger weiterhin auf der Ebene, die sich für Sie natürlich anfühlt. Widerstehen Sie dem Drang, aus der Schwungebene auszubrechen und nach Ihrer gewohnten falschen Schwungkurve von außen nach innen zu suchen. Sie werden aus der seltsamen Schräglage tendenziell ein paar Hooks schlagen, doch es geht in erster Linie nur darum, ein Gefühl zu entwickeln.

Sobald Sie wieder gerade stehen, ist Ihr Slice Geschichte. Die moderne Launch-Monitor-Technik zeigt, dass neben der Schlägerkopf-Geschwindigkeit der richtige Eintreffwinkel, bei dem der Schläger in der Aufwärtsbewegung auf den Ball trifft, maßgebend für mehr Weite beim Abschlag ist. Zudem kommt der Schlägerkopf gerade an den Ball, und man generiert weniger Spin, was zudem ein paar Meter herauskitzelt. Mit dieser Übung werden Sie nicht nur den Slice über Bord werfen, sondern auch Ihr Spiel auf eine neue Ebene bringen.

Von Cliff Potts: Der Erfolgsautor unterrichtet in der Cliff Potts Golf Academy in Ascona und wurde 2005 mit dem Fellow of the PGA Award ausgezeichnet.

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