Timo Kraus seit Sonntag vermisst Erfolgloser Taucheinsatz: Weiter keine Spur von HSV-Manager

, aktualisiert am 12.01.2017 - 15:29 Uhr
Der großangelegte Tauch-Einsatz am Donnerstag in der Elbe blieb erfolglos. Weiterhin haben die Ermittler keine Spur vom vermissten HSV-Manager Timo Kraus. Foto: dpa/AZ

Seit Sonntag sucht die Polizei Timo Kraus, Merchandising-Chef des Hamburger SV. Auch am Donnerstag fehlte jede Spur vom 44-Jährigen. Ein Tauchereinsatz am Hamburger Hafen verlief erfolglos – der Einsatz wurde abgebrochen.

 

Hamburg - Der Tauchereinsatz auf der Suche nach dem vermissten HSV-Mitarbeiter Timo Kraus (44) ist ergebnislos abgebrochen worden. Das hat die Polizei am Donnerstag mitgeteilt.

Insgesamt 18 Polizeitaucher fanden im Bereich der Pontonbrücke im Hafen keine Spur des Merchandising-Leiters des Fußball-Bundesligisten Hamburger SV. Die Einsatzbedingungen waren mehr als schwierig – die Strömung in der Elbe und die schlechte Sicht machten es den Tauchern nicht leicht. Nach rund 70 Minuten war der Einsatz beendet – ohne eine Spur von Kraus. "An dieser Stelle haben wir alles abgesucht. Es wird hier keinen weiteren Tauchgang geben", sagte Pressesprecher Jan Krüger von der Polizei Buchholz.

An den Landungsbrücken hatte ein Spürhund die Witterung des Vermissten aufgenommen – etwa 100 Meter vom Lokal entfernt, in dem Kraus am Samstagabend gefeiert hat. Hier konnte auch sein Handy zuletzt geortet werden. "Unter Würdigung der Gesamtumstände wird es damit für die Polizei wahrscheinlicher, dass der 44-Jährige in der Nacht zum 8. Januar bei Nebel und Eisglätte von dem Ponton der Brücke 1 in die Elbe gestürzt sein könnte", hieß es am Mittwoch in einer Mitteilung der Polizei.

Polizei sucht weiter den Taxifahrer

Die Polizei sucht seit Sonntag nach Kraus, der nach einer Feier mit Kollegen verschwunden war. Nach der Party in einem Brauhaus setzten ihn seine Kollegen in ein Taxi. Der 44-Jährige kam allerdings nie zuhause an. Die großen Taxi-Unternehmen konnten eine Fahrt in Kraus' Heimatort Buchholz zu dem Zeitpunkt jedoch nicht bestätigen. Am Sonntag gab seine Frau eine Vermisstenanzeige bei der Polizei auf.

Der wichtigste Zeuge, der Taxifahrer, der Kraus gefahren hat, konnte immer noch nicht ausfindig gemacht werden. Der Leiter der Suchmaßnahmen, Kriminalhauptkommissar Jürgen Schubbert, appellierte an die Fahrer: "In Hamburg sind rund 6.000 Taxifahrer registriert, die alle einen guten Job machen. Es kann doch nicht sein, dass sich ein Fahrer, der dringend als Zeuge gesucht wird, nicht meldet. Haben Kollegen von ihm vielleicht gehört, wer dieser Fahrer sein soll?"

 

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