Tierquälerei in Hochbrück Mann verbrennt lebende Katzenbabys auf Scheiterhaufen

, aktualisiert am 06.08.2018 - 15:07 Uhr
Versengte Haare und ein verkohltes Schwänzchen: Das überlebende Katzenbaby im Tierheim. Foto: Tierrettung München

Eine unfassbar grausame Tat erschüttert Tierschützer: Zwei Tierbabys kommen in den Flammen um. Nur eines überlebt schwer verletzt.

 

München - Drei Hand voll junges Leben, drei winzige Fellknäuel. Wohl die meisten Menschen sind entzückt, wenn sie junge Katzen sehen. Einen 57-jährigen Arbeiter konnte der Anblick nicht erbarmen. Er wollte die drei winzigen Katzen, die erst wenige Tage alt waren, einfach nur loswerden. Dabei ging er besonders grausam vor: Er verbrannte sie bei lebendigem Leib. Nur eines von ihnen überlebte.

Am Samstag gegen 14 Uhr meldete ein Zeuge ein Feuer an der Ingolstädter Landstraße in Hochbrück. Eine Wiese brannte. Feuerwehr und Polizei rückten aus. Vor Ort stellte sich heraus, dass in der Mitte der Wiese ein Holzstapel komplett abgebrannt war. Ein 57-jähriger Arbeiter hatte die Flammen bereits gelöscht.

Die Polizisten wollten den Mann wegen der enorm großen Waldbrandgefahr verwarnen, da entdeckten sie in der Asche die beiden verkohlten Tierbabys. Ein drittes Kätzchen lebte noch. Die Polizisten verständigten sofort die Tierrettung. Ein Tierarzt versorgte das Kätzchen intravenös mit Schmerzmitteln. Es wurde in die chirurgische Tierklinik der LMU gebracht. Das Tier soll gerade mal 175 Gramm gewogen haben.

Der 57-Jährige gab zu, dass er das Feuer mit einer brennenden Zigarette selbst entzündet hatte. "Aufgrund der Auffindesituation wird davon ausgegangen, dass er die Katzen töten wollte", sagt Polizeisprecher Christoph Reichenbach.

Der Arbeiter wurde wegen einem Verstoß gegen das Tierschutzgesetz angezeigt. Ihm drohen bis zu drei Jahre Gefängnis. Doch meist werden solche Verfahren eingestellt, bevor es überhaupt zum Prozess kommt“, sagt Judith Brettmeister vom Tierheim.

 

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