Tierpark Hellabrunn Baby-Alarm: Hier tapst ein Polarfuchs durchs Bild

Die ersten Gehversuche vor der Kamera... Foto: Petra Schramek

Sie sind klein wie Meerschweinchen, kuscheln gern und brauchen noch viel Schlaf: Im Tierpark Hellabrunn machen die Polar-Fuchsbabies ihre ersten Gehversuche.

 

Thalkirchen - Polarfuchs-Dame Ronja macht es spannend. Bereits am 26. April hat sie ihre Babys zur Welt gebracht. Doch erst jetzt bekommen Tierpfleger und Besucher die kleinen wuscheligen Wollknäuel peu à peu zu Gesicht.

Bisher konnten fünf Polarfuchs-Babys gezählt werden, am Donnerstag kam noch ein sechstes Jungtier dazu, teilt der Tierpark Hellabrunn mit. 

Gut behütet haben die mittlerweile meerschweinchen-großen Polarfuchs-Babys ihre gemütlichen Höhlen kennen gelernt.

Auf der Polarfuchs-Anlage gibt es vier Hütten. Insgesamt 15 Erdhöhlen haben die Eisfüchse – wie die Polarfüchse auch genannt werden - selbst gegraben. In den Höhlen kuscheln die Jungfüchse die meiste Zeit zusammen mit Mutter Ronja.

Muttermilch trinken die Kleinen nur noch selten, mittlerweile ernähren sie sich, dank der spitzen Zähne, auch schon von Fleisch.

Obwohl die Jungtiere noch viel schlafen, werden sie täglich aktiver: Ungefähr fünf Mal am Tag für etwa 15 Minuten zeigen ihnen Mama Ronja und Papa Yaqui (beide 2 Jahre) die Gegend rund um die Höhle.

Die Jungfüchse unterscheiden sich leicht in der Fellfärbung, einer hat weiße Pfoten, der andere einen weißen Latz.

Die Tierpfleger konnten sogar ein komplett graues Tier entdecken. Ihr Geschlecht haben sie noch nicht verraten.

Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem freut sich über die Entwicklung der Tierbabys: „Das erste Mal überhaupt gibt es in Hellabrunn Nachwuchs bei Polarfüchsen. Die sechs Kleinen haben sich in ihren ersten sechs Lebenswochen trotz der schwierigen Wetterlage bestens entwickelt und werden tagtäglich selbstständiger.“

Während die Polarfüchse momentan ein kurzes und eher dunkles Sommerfell spazieren tragen, wird sich ihr Fell im Winter verändern: Das Winterfell ist doppelt so dick und hält die Tiere auch bei tiefsten Minusgraden kuschelig warm.

So können sich die Polarfüchse jederzeit dem Wetter anpassen, teilt der Tierpark mit. Die Farbe ändert sich mit der Jahreszeit, von braun-grau zu schneeweiß. 

 

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