Tiefschwarz und nur für Schwindelfreie Adrenalinkick garantiert: Die steilsten Skipisten der Alpen

Nur was für absolute Profis. Die steilsten, schwarzen Abfahrten der Alpen. Foto: dpa

Adrenalinjunkies aufgepasst: Heute stellt die AZ die schwärzesten Hänge in den Alpen vor. Auf diesen Sturzflug-Pisten sind messerscharfe Kanten und echtes Talent gefragt. Interessiert? Dann sind die folgenden Skiregionen das passende Ziel.

 

Waghalsig im Wipptal

Die WM-Piste „Manni Pranger“ ist die steilste maschinell präparierte Piste Österreichs. Wagemutige Skifahrer und Boarder können in Steinach am Brenner bei der Ski & Freizeit Arena Bergeralm ihr Stehvermögen unter Beweis stellen. Der extreme Steilhang hat ein Gefälle von bis zu 102 Prozent (46 Grad Neigung) und führt beinahe schon senkrecht ins Wipptal herab. Die Piste kann nur mit Winde und einem speziellen Pistengerät bearbeitet werden. Es empfiehlt sich, sich vorher auf der Webseite zu informieren, ob die WM-Piste „Manni Pranger“ geöffnet ist und zunächst ein paar Übungsschwünge auf anderen Hängen zu ziehen.

Schwindlig auf der Streif

Sie gilt als eine der schwierigsten und gefährlichsten Rennpisten der Welt. Wenn kein Hahnenkamm-Rennen stattfindet, ist die „Streif“ für alle Wintersportler im Skigebiet Kitzbühel befahrbar. Die als rote (mittelschwere) Piste markierte Streif-Familienabfahrt umgeht die drei schwierigsten Abschnitte, diese sind als extreme Skiroute gekennzeichnet und fordern ambitionierte Skifahrer mit bis zu 85 Prozent Gefälle heraus. Wer sich auf die Spuren der weltbesten Skifahrer begeben möchte, sollte trainierter Fahrprofi sein.

Höhenflüge auf der Harakiri

Sie ist eine Legende. Sie ist steiler als die Anlaufspur einer Skisprungschanze. Die Rede ist von der „Harakiri“ im Zillertal. Bei 78 Prozent durchschnittlichem Gefälle müssen selbst ambitionierten Skifahrer etwas Konzentration an den Tag legen. Wer hier runter will, sollte an die eigenen Fähigkeiten glauben. Geschafft? Beweise liefert der Fotoservice, den die Mayrhofner Bergbahnen freitags von 13 bis 15 Uhr gratis anbieten.

Adrenalinkick am Arlberg

Manche sagen, der „Lange Zug“ in Lech-Zürs am Arlberg sei die steilste präparierte Piste der Welt. Am Start müssen unfassbare 142 Prozent (55 Grad Neigung) Gefälle bezwungen werden. Die präparierte Skiroute führt vom Rüfikopf aus abschnittsweise extrem steil hinunter nach Lech ins Tal. Eine alles fordernde 6,5-Kilometer-Abfahrt, nur für Profis mit Kraft und Ausdauer. Hier wurden schon Ski-Geschwindigkeits-Weltrekorde aufgestellt. Im Schnitt liegt die Steigung allerdings etwas unter den Erstplatzierten in dieser Liste.

Mutig im Montafon

Echte Herausforderungen finden talentierte Wintersportler auch im Montafon. Mit gleich sieben extrem schwarzen Pisten, den sogenannten „Black Scorpions“, lockt das Skigebiet „Silvretta Montafon“: Den Steilhängen Nova und Nova SüdSchwerer, der Piste und Skiroute Schwarzköpfle, den Skirouten Sennihang und Abhenkina sowie der Piste Sennigrat – alle mit Neigungen bis zu 81 Prozent. Speziell die Sennigrat-Piste fordert aufgrund ihrer steilen und zugleich kurvigen Streckenführung von Profis alles heraus. Mit den Skispitzen auf 2.300 Metern über dem Hang stehen und den Kitzel der Gefahr einhauchen, danach in mutigen Schwüngen den eisigen Hang hinabwedeln – die Sennigrat-Piste ist ein echter Adrenalin-Kick. Insgesamt verdienen alle „Black Scorpions“ Pisten das Prädikat "herausfordernd“.

Buckel für die Besten

Gleich vorweg: Wer die glatte Pistenperfektion sucht, wählt sich lieber eine andere Piste. Auf der „Gamsleiten 2“ bietet das Skigebiet Obertauern im Salzburger Land eine der steilsten Buckelpisten Europas, Kategorie tiefschwarz und mit bis zu 100 Prozent Gefälle. Der gesuchte Kick für die Besten unter den Skifahrern und Snowboardern. Hier geraten selbst gestandene Profis ins Schwitzen.

Mutprobe am Mont Fort

Die "Vier Täler" um die Orte Verbier, Nendaz und Veysonnaz bilden einen Skiverbund. Mit der Luftseilbahn geht's auf den höchsten Punkt, dem 3.330 Meter hohen Mont Fort. Von hier geht’s für Wagemutige quasi senkrecht im Sturzflug hinab – und zwar über knifflige Buckel.

Am Hang festklammern

Die Weltcup-Abfahrt „Franz Klammer Stich“ in Bad Kleinkirchheim in Kärnten zählt mit einem Gefälle von bis zu 80 Prozent ebenfalls zu den steilsten Herausforderungen in den Alpen. Auf 3.200 Metern werden 842 Höhenmeter überwunden.

Teuflisch steil am Golm

Die „Diabolo-Abfahrt“ im Skigebiet Golm im Montafon (Vorarlberg) zählt ebenfalls zu den steilsten Pisten der Alpen. Bis zu 70 Prozent Gefälle wollen von Profis überwunden werden. „Trau di ahi“ heißt das Motto – aber nicht für Anfänger! Wer das schwere Steilstück überwunden hat, darf sich auf gemütliches Carven auf dem Rest der Strecke freuen. Zur teuflischen Abfahrt findet man kurz nach der Bergstation Golmerjoch nach links abbiegend.

Sturzflug in Serfaus

Auch im Familienskigebiet Serfaus-Fiss-Ladis gibt es Pisten, die es wirklich in sich haben. Die „Direttissima“ ist so ein Teil mit einem durchschnittlichen Gefälle von 70 Prozent. Auf 2.600 Metern zerrt die Schwerkraft derart am Körper nach unten, dass es nur ausgesprochen guten bis sehr guten Skifahrern zu empfehlen ist, sich dieser Herausforderung zu stellen. Der Geheimtipp führt von der Almbahn in Richtung Mittelstation Schönjochbahn in Fiss. Nicht minder hat es die Skiroute „Kamikaze“ in sich, die auch von der Bergstation der Almbahn zur Mittelstation der Schönjochbahn führt. Obwohl sie als Skiroute ausgewiesen ist, wird sie dennoch von Pistenraupen gewalzt und präpariert.

Weitere sehr steile Pisten sind unter anderem auch noch in Champéry (Mur de Chavanette/Schweizer Wand), in Val d'Isére (Pic Blanc, "Le Tunnel"), Lech-Zürs („Lange Zug“ vom Rüfikopf), Katschberg ("Diretissima"), Hochpustertal ("Holzriese") und Engadin St. Moritz (Abfahrt von der Lagalb bei Pontresina) zu finden.

Egal, ob Sie diesen Winter auf einer blauen, roten oder gar schwarzen Piste Ihre Schwünge ziehen, die AZ wünscht Ihnen eine schöne und verletzungsfreie Skisaison!

 

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