Themenwelten Reise & Erholung Bunter Schnee und Wärmestuben

Hier haben Kinder Vorfahrt, Foto: F2 International Foto: srt

St. Anton am Arlberg - Skiparadiese für Familien: Sieben Top-Skigebiete, in denen Kinder und ihre Eltern viel Spaß im Schnee haben.

 

Familien haben es bei der Wahl des Skiurlaubsorts nicht leicht: Die Kleinen sollen auch mal toben dürfen, man braucht einen liebevollen Skilehrer für die ersten Schwünge - und einen Urlaubs-Preis, den auch die junge Familie bezahlen kann. Glücklicherweise gehen heute immer mehr Wintersportorte gezielt auf die Bedürfnisse von Familien mit kleinen Pistenflitzern ein. Neun besonders kinderfreundliche Beispiele stellen wir hier vor.

St. Anton: Hase Hoppl macht's vor

Ohne Gaudi geht es nicht. Mit diesem Motto hat sich St. Anton am Arlberg gut auf kleine Gäste eingestellt. Das Wochenprogramm in den beiden Skischulen ist gespickt mit Attraktionen wie Tombola und Kinder-Après-Ski. Stets gut gelaunt betreuen die beiden Maskottchen Kiki und Hase Hoppl den Nachwuchs ab zweieinhalb Jahren. Geübt wird in mehreren Märchenwiesen und Geländegarten direkt neben der Talstation und oben am Skiberg Gampen. Auch mittags können die Eltern auf den weltberühmten Pisten unter der Valluga weiterwedeln: Denn dann gibt's in Hoppls Zirkusrestaurant am Gampen und im Westernsaloon auf dem Rendl aus großen dampfenden Töpfen Makkaroni mit Soße, Schnitzel und natürlich Pommes. Kinder bis acht Jahre haben übrigens den ganzen Winter lang mit einer Schneemannkarte für zehn Euro freie Fahrt an allen Liften.

Tourismusverband St. Anton, Telefon 0043/5446/22690, www.stantonamarlberg.com.

Scuol: Schminken und Schneemannbauen

Ein Kinderskikurs: Das kann stundenlanges Stapfen und Stehen am Idiotenhügel sein - oder lustiger Zeitvertreib, bei dem die Kleinen gar nicht merken, dass sie beim Tollen im Schnee auch Skifahren lernen. Viel Mühe dabei gibt sich das Unterengadiner Skidorf Scuol: Ob beim Malen, Schminken oder Schneemannbauen - die erfahrenen Betreuerinnen im Kinderhort Nalunsin garantieren jede Menge Abwechslung in sicherer Obhut. Oder wie wäre es mit einem Skikurs, um Mama und Papa beim nächsten Mal davonfahren zu können? Damit nichts passieren kann, wurden alle Sesselbahnen mit einer Kindersicherung ausgestattet. Übrigens: Auch Mamas mit ganz kleinem Nachwuchs müssen in Scuol nicht aufs Pistenvergnügen verzichten. Im Kleinkinderhort auf der Motta gibt es neben einem großen Spielzimmer auch Betten für das Mittagsschläfchen, aufgenommen werden sogar Säuglinge.

Hirschegg: Zwergerl-Langlauf

Kinder wollen nicht nur Bogerl fahren lernen - sie wollen auch spielen. Deshalb braucht eine gute Skischule für die Kleinen den angegliederten Skikindergarten. Vorbildlich funktioniert das zum Beispiel in Hirschegg im Kleinwalsertal. Im Winternest arbeiten Brettlpädagogen und Kindergärtnerinnen Hand in Hand. Wird eines der Skizwergerl, die hier bereits ab zwei Jahren genommen werden, vor der Zeit müde, dann läuft es einfach zurück zur anderen "Tante" ins warme Zimmer mit der Puppenkiste. Für kleine Skiläufer geht es mit dem Maskottchen Burmi auf die Burmi-Abfahrt und neuerdings sogar auf einen eigenen Kinderlanglauf-Parcours. Danach haben sich die coolen Sportler ihre heiße Schokolade redlich verdient.

Kleinwalsertal Tourismus, Telefon 0043/5117/51140, www.kleinwalsertal.com

Happy Rodel in Mayrhofen

Ein Kinderferienprogramm: In den meisten Skiorten gibt es so etwas nur im Sommer. Der Grund: Im Winter läuft das Urlaubsgeschäft von alleine. Eine rühmliche Ausnahme bildet Mayrhofen im Zillertal. Dort haben die Animateure hinterm Verkehrsamt ein großes Schnee-Iglu gebaut, nach dem Skikurs veranstalten sie "Happy Rodel" mit Autoschläuchen, starten Eisdiscos und organisieren Pferdeschlittenfahrten nur für Kinder. Selbst im Verkehrsverein sind die Kleinen "richtige" Gäste: Am (niedrigeren) Mini-Schalter erhalten sie zur Begrüßung ein Überraschungspaket und können sich kostenlos Spiele ausleihen.

Tourismusverband, Telefon 0043/5285/6760, www.mayrhofen.com

Lenggries: Einfach vorbeischau'n

Wochenend-Trubel aus nahen Großstädten und die damit verbundenen Liftschlangen zehren an der Geduld von Kindern und Eltern. Deshalb sind die deutschen Alpen nur bedingt für Skiurlaub mit Kindern zu empfehlen. Eine Ausnahme bildet Lenggries: Am sonnigen Jaudenhang im Ortsteil Wegscheid liegt die Villa Lustig, ein Kinderskiparadies mit knallbunten Figuren, Wellenbahnen und Steilwandkurven. Das Besondere hier: Für den spielerischen Unterricht in kleinen Gruppen muss man sich nicht anmelden, sondern kommt einfach vorbei und kann stundenweise mit dem Kind ausprobieren, ob es ihm bereits Spaß macht. Die Wahrscheinlichkeit ist groß - dank eines vielfach prämierten Ausbildungssystems und dank der tollen Infrastruktur mit Schneekarussell, Snow-Tubingbahn und Wärmestube.

Gästeinformation Lenggries, Telefon 08042/5018-0, www.lenggries.de

Bettmeralp: Autos bleiben unten

Die Unterkunft: Bezahlbar muss sie sein, heimelig und Platz genug bieten für Bewegungsdrang an Schlechtwettertagen. Und Platz zum Spielen vor der Haustür braucht ein kleiner Urlauber auch. Den findet er reichlich in dem hübschen Chalet-Dorf Bettmeralp hoch über dem Rhonetal im Oberwallis. Vor Straßenverkehr muss hier keine Mutter Angst haben; denn die einzige Verbindung von der Welt in das Almdorf sind zwei große Kabinenbahnen - die Autos müssen unten bleiben. "Unsere Gäste wollen endlich mal wieder Zeit haben für ihre Kinder", meint Tourismusdirektor Hans Wespi. Ihnen reicht das nette Skigebiet und die gemütliche Stube. Und Kinderbetreuung gibt es natürlich auch.

Bettmeralp Tourimsus, Telefon 0041/27/9286060, www.bettmeralp.ch

Les Arcs: Skiferien ab 4 Monaten

Frankreich, das gelobte Land der schneeverrückten Skiurlauber, ist eigentlich für Urlaub mit Kindern zu weit entfernt. Und doch: Die familiäre Mentalität der Franzosen, die prinzipiell mit Kind und Kegel fahren, lohnt auch die weiteste Anreise. Besonders in ein Super-Skigebiet wie Les Arcs: An den familienfreundlichen Vierersesselliften gibt es kein Anstehen, der fantastische Schnee verhindert zuverlässig vereiste oder abgeschrappte Pisten. Mit Kindern ist man am besten im "Basis-Camp" Les Arcs 1600 aufgehoben; denn in den zwei oberen Dörfern quartieren sich mehr die sportlichen Cliquen ein. Bereits im zarten Alter von vier Monaten darf man in Les Arcs in die Kinderkrippe; für jede weitere Altersstufe gibt es perfekt abgestimmte Angebote. Da werden auf Wildlehrpfaden Tierspuren erkundet, für Zehnjährige gibt es einen Trapperkurs mit Iglubauen und Schneeschuhtour.

Office du Tourisme, Telefon 0033/479/071257, www.lesarcs.com

Hans-Werner Rodrian

 

0 Kommentare

Kommentieren

  1. Ihre Daten können Sie in Ihrem Benutzerkonto ändern. Dieses finden Sie oben rechts .

loading