Themenwelten Beruf & Karriere Hilfe durch heilende Hände

Süße Entspannung: Masseure setzen heutzutage neben Aromaöl auch flüssige Schokolade bei ihrer Behandlung ein. Foto: dpa

Masseure arbeiten in verschiedenen Bereichen und brauchen viel Einfühlungsvermögen

 

Ob Thai- oder Fussreflexzonen-Massage – ein Masseur muss andere auf viele Arten durchkneten können. Für den Beruf sind aber nicht nur zwei kräftige Hände nötig. Er verlangt auch Einfühlungsvermögen. Mit Menschen arbeiten wollen – das sieht der Masseur Ismail Öner daher als Voraussetzung für seinen Beruf. Ein guter Masseur gibt seinen Kunden Vertrauen und neue Energie, sagt Öner. Oft ist sein Einsatz Teil einer ärztlichen Behandlung. „Grundlagen medizinischer Art werden deswegen in der Ausbildung ebenso vermittelt wie die verschiedenen physikalischen Therapien», erklärt Michael Stehr vom Physiotherapieverband.

In Krankenhäusern, Gesundheitszentren oder im Altenheimen – an vielen Stellen werden Masseure benötigt. „Auch im Thermalbereich oder in Wellness-Hotels findet man Arbeit“, ergänzt Ismail Öner. Er ist seit drei Jahren selbstständig. Das bedeutet für ihn: Hausbesuche und freie Mitarbeit in Hotels und Schwimmbädern auf Provisionsbasis.

Der Verband Physikalische Therapie (VPT) unterteilt die Einsatzbereiche in Prävention, kurative Medizin, Rehabilitation und Medical Wellness. Hauptaufgaben sind verordnete Massagebehandlungen, Bewegungstherapien oder Wasseranwendungen. Der Masseur ist außerdem zuständig für medizinische Bäder, Packungen und Inhalationen. Solche Anwendungen funktionieren nicht einfach nach Schema F - wichtig ist dem Verband zufolge daher, dass Masseure auf Kunden eingehen können. Für die Zulassung zur Fachschulausbildung ist mindestens ein Hauptschulabschluss nötig, sagt VDB-Bundesgeschäftsführer Stehr. In Deutschland bieten mehr als 100 Schulen eine Ausbildung zum „Masseur und medizinischen Bademeister“ an. Staatliche Berufsfachschulen sind meist kostenfrei. Die Gebühren der privaten Schulen hingegen belaufen sich auf einen Betrag zwischen 150 und 450 Euro im Monat. Zur Theorie gehören die klassische Massagetherapie, Reflexzonentherapie und zahlreiche Sonderformen. „Auch Anatomie, Krankheitslehre und Physiologie stehen auf dem Stundenplan», erläutert Masseur Öner. Die Ausbildung dauert zweieinhalb Jahre.

 

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