The Fappening Jennifer Lawrence über Nacktbilder-Skandal: "Es ist ein Sex-Verbrechen"

Jennifer Lawrence bei den Filmfestspielen in Cannes im Mai Foto: Arthur Mola/Invision/AP

Die Schauspielerin findet deutliche Worte

 

Jennifer Lawrence (24) war nicht nur eine der ersten prominenten Opfer des Nackt-Skandals, die Schauspielerin hatte die Hackerattacke auch am stärksten getroffen. Der "Tribute von Panem"-Star musste ohnmächtig mit ansehen wie unzählige freizügige Bilder von ihm ins Netz gelangten. In einer Stellungnahme bestätigte Lawrence über eine Sprecherin zwar die Echtheit der Bilder, mehr wollte sie dazu allerdings nicht sagen - bis jetzt.

"Ich hatte solche Angst. Ich wusste ja nicht, wie dieser Vorfall meine Karriere beeinflussen würde", erklärt die Oscar-Preisträgerin nun in der Novemberausgabe der Zeitschrift "Vanity Fair". "Nur weil ich in der Öffentlichkeit stehe, nur weil ich Schauspielerin bin, heißt das nicht, dass ich so etwas will. Es ist mein Körper, und es muss meine Entscheidung sein. Und die Tatsache, dass es das nicht war, ist einfach widerlich. Ich kann nicht glauben, dass wir in solch einer Welt leben", so die Schauspielerin fassungslos.

Für die Täter findet Lawrence deutliche Worte: "Es ist kein Skandal, es ist ein Sex-Verbrechen - es ist sexueller Missbrauch." Das Gesetz müsse dafür geändert werden und die Webseiten zur Rechenschaft gezogen werden, erklärt Lawrence weiter. "Allein schon, dass jemand sexuell ausgebeutet und so verletzt werden kann. Und dann ist das erste, an das irgendeiner denkt, daraus auch noch Profit zu schlagen. Das ist jenseits meiner Vorstellungskraft."

Lawrence wollte sich für die Bilder sogar entschuldigen

Als die ersten Bilder an die Öffentlichkeit gelangt waren, hatte Lawrence nach eigenen Angaben versucht, an einer Stellungnahme zu arbeiten - erfolglos. "Alles, was ich versuchte zu schreiben, brachte mich noch mehr zum Weinen oder machte mich wütender." Sogar an eine Entschuldigung habe sie gedacht. "Aber was sollte mir eigentlich leid tun? Ich war vier Jahre lang in einer liebevollen, gesunden Fern-Beziehung. Und entweder zieht sich dein Freund Pornos rein - oder er guckt eben Bilder von dir an", erklärt die Schauspielerin die Entstehung der Bilder.

Mittlerweile versuche sie die Sache nicht mehr so sehr an sich heranzulassen. "Die Zeit heilt alle Wunden. Ich verliere darüber keine Träne mehr. Ich kann nicht mehr länger wütend sein. Ich muss meinen Frieden finden."

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Neben Lawrence wurden auch zahlreiche weitere Promis Opfer des Skandals, unter anderem Pop-Star Rihanna sowie die Models Kate Upton und Cara Delevingne. Vor wenigen Tagen gelangten auch Bilder von Schauspielerin Winona Ryder sowie mit Nick Hogan, Sohn von Wrestling-Legende Hulk Hogan, die ersten Nacktbilder eines Mannes ins Netz.

Weil Google die von einem Hacker hoch geladenen Nacktbilder angeblich nicht schnell genug entfernt habe, planen die Anwälte der Promis derzeit eine millionenschwere Klage gegen das Unternehmen. Google selbst weist jedoch alle Anschuldigungen von sich.

 

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