Thalkirchen Kein Flößerpfad an der Lände

Beliebter Freizteit-Spaß: Eine Floßfahrt auf der Isar. Foto: Schlüter

Bezirksausschuss-Mitglied hatte Informationstafeln nach Wolfratshausener Vorbild gefordert. Baureferat lehnt das Projekt ab.

 

Thalkirchen - Die Stadt solle an der Floßlände in Thalkirchen einen Flößerpfad einrichten, hatte das SPD-Berzirksausschussmitglied Jürgen Gerhards gefordert. Ihm schwebten "bebilderte Informationstafeln" vor, die die Geschichte der Flößerei in München darstellen.

Schließlich, so Jürgen Gerhards, sei München die einzige Stadt an der Isar, deren Floßlände im Sommer einen regelmäßigen Ländebetrieb vorweisen könne. Trotzdem gäbe es fast keine Hinweise zur Historie der Flößerei, obwohl bis die über die zweite Hälfte des 19. Jahrhundert hinaus "einen wichtigen Wirtschaftszweig bildete".

Die Geschichtstafeln würden die Flößerei bekannt machen und die Historie zur Flößerei über München hinaus tragen. Als Beispiel für die Floßlände könnte der 1.6 Kilometer lange Flößerpfad in Wolfratshausen dienen, mit seinen sechs reich bebilderten Informationstafeln. Er erzählt auf anschauliche Weise allgemein die Geschichte dieses alten Handwerks und speziell der Flößerei in der Stadt.

Doch das Baureferat blockt ab. Der Wunsch, "Leitsysteme, Informationstafeln, Hinweisschilder etc. im öffentlichen Raum zu platzieren, wird von vielen und zu vielen Themen geäußert", so die Behörde. Würde all diesen Wünschen stattgegeben, wäre "die Bildung eines Schilderwaldes" die Folge.

Als Alternative schlägt das Baureferat die Erwähnung der Flößerei in einem so genannten "KulturGeschichtsPfad" vor, den es bereits für einige Stadtviertel, aber - noch - nicht für den Stadtbezirk 19 gibt.

Die Stadtviertelredaktion der AZ erreichen Sie über stadtviertel@abendzeitung.de

 

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