Teure Batterien geklaut Münchner Polizei warnt vor Dieben von E-Roller-Akkus

Batterien von E-Rollern sind leicht zu entnehmen, wenn das Schloss geknackt ist. (Symbolbild) Foto: Steffen Trumpf/dpa

Die Polizei in München warnt vor vermehrten Diebstählen von E-Roller-Akkus. Einige Räuber haben sich offensichtlich auf die teuren Batterien spezialisiert.

 

München - Die Münchner Polizei führt zwar noch keine Statistik. Aber offenbar ist es in letzter Zeit etwas häufiger vorgekommen, dass Diebe mit spezieller Vorliebe die Akkus von teuren E-Fahrzeugen wie E-Rollern oder E-Bikes rauben.

Zuletzt ist es in der Quiddestraße in Neuperlach geschehen, zwischen dem 24. und 30. Mai. Ein unbekannter Dieb klaute hier die Batterie eines Elektrorollers der Marke Unu, der in einer abgesperrten Sammeltiefgarage stand. Auch ein mobiles Navigationssystem fehlte nach dem Beutezug. Der Gesamtschaden beläuft sich derzeit auf etwa 1.100 Euro.

Münchner Polizei empfielt, Akkus auszubauen

Das deutlich teurere Diebesgut war offenbar der Akku. "Die Batterieeinheiten von E-Rollern und E-Fahrrädern können bis zu 1.000 Euro kosten", sagt ein Sprecher der Polizei, "wir gehen aber momentan nicht davon aus, dass ein Schwarzmarkt entstanden sein könnte. Dafür sind noch zu wenige Einheiten gestohlen worden." Die Münchner Polizei spekuliert eher, dass möglicherweise Beschaffungskriminalität dahinter steckt. "Drogen, Schulden, Spielsucht: Das alles ist als Ursache möglich", so der Polizeisprecher. Die Empfehlung der Beamten: "Wenn möglich, immer die Batterieeinheit ausbauen und nach Hause nehmen."

Denn obwohl die teuren Akkus häufig am Fahrzeug zusätzlich abgesperrt sind, lassen sich die Schlösser offenbar relativ einfach knacken, nicht nur mit roher Gewalt. An der Quiddestraße etwa befand sich die Einheit unter der Sitzbank. Sie ließ sich wohl einfach aushebeln.

 

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