Teilabriss möglich Nach Starkbierfest 2017: Nockherberg soll umgebaut werden

Der Salvatorkeller am Nockherberg steht vor einem großen Umbau. Paulaner will das Gelände moderner und attraktiver machen. Sogar ein Teilabriss ist angeblich im Gespräch. Es wäre der zweite große Umbau in 15 Jahren.

 

München - Alles neu am Nockherberg? Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, steht der Salvatorkeller mitsamt Biergarten vor einem großen Umbau. Die Runderneuerung soll ein Dreivierteljahr dauern, die Gaststätte wird in dieser Zeit schließen müssen.

Die Paulaner-Brauerei, der das Gelände gehört, will in dem Gebäude dem Vernehmen nach auch eine kleine Hausbrauerei installieren. Somit soll der Standort am Rande der Innenstadt gestärkt werden, denn die Hauptverwaltung und die große Brauerei ist ja unlängst erst an den Stadtrand nach Langwied gezogen.

Der Umbau soll nach Informationen der SZ bereits 2017 starten, allerdings erst nach dem traditionellen Politikerderblecken und dem Starkbierfest. "Es ist noch nichts entscheiden, bisher gibt es nur Pläne", wird Paulaner-Sprecherin Brigitte Zacher in der SZ zitiert. Genaueres will man im Mai bekannt geben.

Dann soll auch mitgeteilt werden, ob von der Erneuerung auch der Biergarten betroffen sein wird. Wirt Peter Pongratz jedenfalls sagte auf Anfrage der SZ, er wisse noch nichts: "Das ist Angelegenheit der Brauerei". Jedenfalls scheint auch ein Teilabriss des ganzen Geländes möglich. Je nachdem, welche Umbauvariante dann finalisiert wird, wird sich das auch auf den Gaststätten- und Biergartenbetrieb auswirken.

Tradition in München, Produktion in Langwied

Nach dem Umzug der Paulaner-Brauerei nach Langwied möchte sich das Unternehmen nicht ganz aus der Münchner Innenstadt verabschieden. Die Unternehmenspolitik konzentriert sich seit geraumer Zeit wieder auf die Pflege ihrer Identität als traditionelle Münchner Brauerei. Nach dem Umbau des "Donisl" am Marienplatz und der Thomasiusbrauerei am Kapuzinerplatz, ist nun das größte und bekannteste Gasthaus der Brauerei am Zug.

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Die Runderneuerung wäre die schon die zweite große Baumaßnahme am Nockherberg innerhalb der letzen 15 Jahre. Nach dem Großbrand auf dem Gelände baute die Brauerei im Jahr 2003 das alte Gebäude wieder neu auf. Damals gab es Kritik an dem neugebauten Gasthaus, das für manche Münchner nicht gerade als architektonisches Highlight gilt.

 

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